#166 Goodcast Deepdive - Business im Bett: Segen oder Fluch?
Shownotes
Ihr teilt nicht nur das Bett, sondern auch den Kalender. Nicht nur den Abend, sondern auch die To-do-Liste. Wenn Paare zusammenarbeiten, verschwimmt oft die Grenze zwischen „Wir als Team" und „Wir als Paar". Das macht es besonders, aber auch so herausfordernd.
Wer gemeinsam arbeitet, kennt dieses Gefühl: Das letzte Gespräch vorm Einschlafen war eigentlich ein Strategie-Meeting. Der Streit über eine Entscheidung im Projekt fühlt sich plötzlich an wie ein Beziehungsstreit. Und die Frage „Wie war dein Tag?" stellt sich gar nicht erst, weil ihr ihn ja beide gemeinsam erlebt habt. Nur eben aus unterschiedlichen Rollen und Perspektiven heraus.
In dieser Folge sprechen Sarah und Julius sehr persönlich darüber, was es mit einer Beziehung macht, wenn Arbeit und Liebe sich nicht nur berühren, sondern täglich ineinander verwoben sind. Wie schafft man es, gemeinsam etwas aufzubauen, ohne dass die Beziehung zum Nebenprojekt wird?
Sarah bringt eine klare Haltung mit: Arbeit darf nicht dauerhaft der heimliche Mittelpunkt einer Beziehung sein. Auch dann nicht, wenn man sie gemeinsam gestaltet und sie sich wie ein gemeinsames Herzensprojekt anfühlt.
Julius schaut genauer hin: Für ihn ist Arbeit oft Ausdruck von Persönlichkeit, Verantwortung und Gestaltungswillen und wenn man diese Arbeit auch noch teilt, wird sie zu einem echten Teil der gemeinsamen Geschichte, den man nicht einfach abtrennen kann.
Zwei Perspektiven, die nicht gegeneinander antreten, sondern gemeinsam eine Frage aushalten, die viele arbeitende Paare kennen, aber selten offen ansprechen: Wo hört das gemeinsame Projekt auf? Wo fängt die Beziehung wieder an?
Transkript anzeigen
00:00:05: Sarah, herzlich willkommen zu einer neuen Ausgabe vom Gut-Kast-Schicht.
00:00:11: Ich glaube wir bleiben dabei!
00:00:13: Sehr gut oder du beantwortet?
00:00:16: Kann ich auch sehr gut gehen.
00:00:17: Nein,
00:00:17: ich war heute gut im Flon und hatte schon eine Weinschule...
00:00:23: Geil!
00:00:24: Work-Live-Ballons ist das, worüber die Leute reden.
00:00:27: Warte mal... wie spät es ist?
00:00:28: Soll ich sagen, wie späts ist?
00:00:30: Ist schon um sechzehn Uhr oder?
00:00:31: Nee, es ist fünfzehn uhr.
00:00:32: Hey aber gut, ist jetzt auch schon wieder fünf Stunden her, dass du die Weinscholle hattest also sie quasi veranstalten.
00:00:37: Bist du heute morgen mit der Weinschlolle aufgestanden?
00:00:38: Nein.
00:00:39: Ich bin heute Morgen mit dir aufgestandt.
00:00:42: Du erinnerst dich an unsere letzte Folge Führendurchvorbilden?
00:00:47: Wer
00:00:47: weiß?!
00:00:48: Direkt mal mit einer Weinschorle in der Hand in den Tag gestartet.
00:00:52: Sehr gut!
00:00:52: Du hast ja nur antizipiert, dass diese Folge ausgestrahlt wird wenn wir Urlaub haben und dann wirst du um dieser Hand schon eine Weinscholle in der hand gehabt haben werden.
00:01:00: Nein ich hatte wirklich schon eine weinschuhe.
00:01:02: Ja ich weiß ich wollte dich da irgendwie rausholen aber jetzt reitest du dich da selber immer wieder da rein.
00:01:06: also dein eigenes Problem Und nur so für unsere Zuhörenden, damit die auch eine Vorstellung davon haben.
00:01:10: Also du hast lieber eine Weinschorle getrunken als sich auf dieses Gespräch vorzubereiten?
00:01:13: Gut!
00:01:14: Mir geht's auch gut.
00:01:15: Danke für die Nachfrage.
00:01:16: Auch das teile ich sehr gerne.
00:01:18: Ich bin offiziell seit heute ganz sicher ein Cyborg.
00:01:22: Ich weiß es ganz sicher.
00:01:24: Ich gehöre zu den wenigen Menschen, die im Alter keine schlechteren Augen sondern bessere Augen bekommen.
00:01:29: Ich war heute zur Nachkontrolle für meine... Als ich brauche ne neue Brille weil ich meine Brille verloren habe, hab' mir eine Augen messen lassen Und die gute Frau hat sich im Grunde geweigert, mir Kontaktlinse zu verschreiben.
00:01:39: Weil sie meinte, die Werte sind so klein das es keinen Sinn ergibt da Kontaktlinsen einzusetzen.
00:01:43: Dann meinte ich, das kann gar nicht sein.
00:01:45: beim letzten Mal!
00:01:45: Da hätte ich ja auch dies, dass Anna nass.
00:01:47: Ich meinte sie, ja das kann sein und dann sind ihre Augen eben besser geworden.
00:01:50: Deswegen tust du doch immer so als würde ich übertreiben wenn ich sage, ich kann nicht gucken... ...ich kann überhaupt gar nichts sehen auf dem Bildschirm oder auf der Leinwand.
00:02:00: und dann sagst du mal, du hast doch dieselben Werte wie ich?
00:02:03: Ja
00:02:04: Mein Computer steht auch gerade ungefähr zweieinhalb Meter weg von mir und ich kann trotzdem die sechs Punkt Schrift lesen.
00:02:10: Und ich dachte, das wäre total schlecht!
00:02:13: Deswegen geht es mir gut heute.
00:02:15: Mir geht's sehr gut, ich heile mich selber am Alter... Ich hab' mich schon vom Häuschenupfen geheilt.
00:02:18: jetzt heile ich mich von meinen Augenkrankheiten.
00:02:20: mal gucken.
00:02:21: Läuft?
00:02:22: Läufe er mir.
00:02:23: Knie läuft auch gut.
00:02:25: Schön, dass wir auch ein bisschen was Privates teilen.
00:02:27: Nicht immer nur Arbeit!
00:02:28: Sarah heute stelle ich das Thema nicht noch mal vor.
00:02:30: Ich könnte mir vorstellen, dass es heute ein sehr ehrliches Gespräch wird.
00:02:34: Ich glaube, dass wieder zu mehr zu sagen haben als viele andere
00:02:37: und Es wäre mit mehr Vorbereitungszeit total spannend gewesen.
00:02:42: zum Matchen.
00:02:44: Mit wem?
00:02:45: Zum Matchen mit wissenschaftlichen Studien befunden
00:02:49: habe ich ja gemacht.
00:02:49: Ich hab mich hervorbereitet gibt's leider gar nicht so viel zu.
00:02:53: Gibt es nicht so viel wissenschaftliche Erhebung zu, aber es gibt wissenschaftlicher Erhebung von Einfluss, von Arbeitaufbeziehungen und auf Arbeit.
00:02:59: Also in beide Richtungen.
00:03:01: Ich fange an mit folgender Frage an dich.
00:03:05: Frisst der Beruf die Beziehung auf oder zieht das private Energie aus der Arbeit?
00:03:11: Wenn ich fertig bin mit meinem kleinen Monolog dann können wir den Ausschalter drücken, dann haben wir's!
00:03:16: Nein also was ist deiner Einschätzung?
00:03:18: Frisst er beruft die Beziehung.
00:03:20: Wir machen das in zweit.
00:03:21: Frisst der Beruf die Beziehung auf?
00:03:22: Ist auch sehr lustig, was du für ein Verb genutzt hast!
00:03:25: Fressen?
00:03:28: Kleines Meerschweinchen...
00:03:30: Also ja oder nein?
00:03:33: und dann warum?
00:03:36: Das magst du immer so schwarz und weiß es gibt nur Ja oder Nein.
00:03:42: So einfach wird das hier heute nicht
00:03:44: Okay Dann antworte doch gerne im Graubereich.
00:03:47: also inwiefern beeinflusst der beruf die beziehung?
00:03:52: Wow, so hatte ich so viel Zeit mich darauf vorzubereiten beziehungsweise.
00:03:56: Ich weiß ja inwiefern mich das beeinflusst und trotzdem ist es nicht einfach aus der kalten so direkten Sonnengespräch reinzuspringen.
00:04:05: nach fünfzehn Jahren die wir zusammen sind als sechzehn Jahre die wir zusammensinnert über zwölf jahre die wird zusammenarbeiten Ist da schon echt ins kalte wasser geworfen?
00:04:12: Die frage.
00:04:13: ich meine weil ich dass nach weil ich das so preis gebe und natürlich auch Daran denke ...
00:04:18: Dass deine Eltern das hören.
00:04:20: Nee, dass andere sich zu Herzen nehmen oder daraus lernen wollen und ich würde nicht...
00:04:26: Soll ich dir den Einstieg leichter machen?
00:04:28: Dann kommen wir vielleicht besser ins Gespräch!
00:04:30: Ja wenn du möchtest, ich kann uns auch natürlich gleich anfangen.
00:04:33: Würdest du anderen Leuten empfehlen, wenn sie ein Paar sind gemeinsam zu arbeiten?
00:04:37: Das ist für mich genau die selbe Frage und da war ich eben auch gerade schon bei demselben Gedanken dass ich genau das nicht möchte.
00:04:45: Ich möchte kein Plädoyer dafür oder dagegen, ich denke es kommt wie's kommen soll.
00:04:51: und wenn Paare entweder zufällig in der selben Firma landen oder sich dort kennenlernen oder auch zusammen gründen oder gemeinsam GeschäftsführerInnen sind dann sollte das so sein und dann geht man eben seinen Weg, sein Beziehungsweg ... kollegialen Wegs auf so einer bestimmten Ebene.
00:05:15: Und wenn sie das eben nicht sind, dann gehen die Paare ja genauso ihren Weg und das bedeutet nicht dass der eine oder andere Weg besser oder schlechter sein
00:05:23: muss?
00:05:24: So einfach ist das ja nicht!
00:05:25: Da kann man ja die Vorteile und die Nachteile aufmachen und können das ein bisschen differenzierter betrachten... aber so einfach wie du das sagst ist es ja nicht.
00:05:34: Das ist gut und das ist gut sondern beides hat halt seinen Für- und seinen Wieder.
00:05:38: Genau also mit dir zusammenzuarbeiten.
00:05:41: Würdest du denn aufgrund deiner eigenen Erfahrungen anderen Leuten empfehlen, gemeinsam zu arbeiten als Paar?
00:05:48: Ich denke es wird die Beziehung beeinflussen und zwar positiv oder negativ.
00:05:52: Wenn's schwierig ist auf der Arbeit ... Ist das auch schwierig Zuhause.
00:05:57: Und wenn es toll ist und es floatt dann floates auch zu Hause.
00:06:02: Und ich würde lieber bei den Vorteilen bleiben weil es natürlich mein Weg ist dass wir uns inspirieren, das uns nie langweilig wird.
00:06:10: Dass wir immer Gesprächsthemen haben, dass wir immer ehrlich miteinander sind und dass wir Konflikte gut lösen können.
00:06:18: Es gab auch mal so eine Phase in dem wir – das ist ja nun schon sehr lange her – von einem Coach gelernt haben, uns noch einmal besser zu verstehen und auch nochmal besser berufliches und privates voneinander zu trennen.
00:06:34: Und ich finde seitdem es angenehm professioneller geworden zusammenzuarbeiten.
00:06:42: Und dann gibt es immer wieder diese Stolperphasen, immer wieder die Phasen dass man sieht das sie Arbeit doch zu Hause stattfindet obwohl es schon lange Regeln gab wie keine Arbeitsgespräche beim Abendbrotstisch oder nicht einfach irgendwelche Themen dropen die einen gerade noch beschäftigen kurz vorm ins Bett gehen, nur weil ich dann die Person erreichbar habe.
00:07:07: Das ist letztendlich total schädlich für Beziehungen.
00:07:15: Es gibt genauso viele Dinge, die schwierig sind wenn ich dich in einem Meeting sehe indem ich dich weniger schätze oder indem ich weniger Zeit hatte mit dir alleine Themen zu besprechen eine Vorbereitung zu haben auf einer Geschäftsführungsebene Management-Ebene, was auch immer.
00:07:33: Wenn das so Kopfüber in Gespräche reingeht ohne dass ich Zeit und Muße hatte deinen Standpunkt wirklich zu verstehen weil ich wirklich zugehört habe und weil du es wirklich für mich ausgesprochen hast, hatte ich Phasen in denen ich dann große große Ablehnung gespürt habe mit anderen im Raum.
00:07:59: Das hat mich stark in den Momenten getriggert und das habe ich auch mit nach Hause genommen.
00:08:04: Dann hatte ich im Prinzip jemandem zuhause, mit dem ich mich aus Versehen gestritten habe, obwohl es um nichts ging!
00:08:11: Das ist nicht wert.
00:08:13: Aber ich finde dass wir genau die Phase schon lange... Also in diesem Beispiel jetzt, das hab' ich schon wirklich, wirklich langer geschafft zu überwinden.
00:08:26: Jetzt ist es noch eine andere Ebene, also nicht dass ich dich nicht so zu sagen hören oder riechen kann.
00:08:33: Weil ich das in einem Meeting eben irgendwie schlecht aufgegriffen habe und das mit einer Hause nehme, das nicht?
00:08:39: Jetzt ist wirklich eher so ne Stress-Ebene zu empfinden und zu sehen wie schlechte Themen, Dinge laufen nicht gut, Strategien gehen nicht auf, Finanzierungen kommen schlechter als gedacht wie die dann eben, wie bei einem Fahrrad wo man tritt abwechselnd eine Person von uns runterziehen.
00:09:06: Und das ist schwierig immer in den selben Flow zu kommen und noch genug Kappers zu haben um dann ein bisschen schneller zu treten damit der andere wieder hoch kommt.
00:09:16: also dass es dann eher so'n fast so'nen Ego-Ding das noch genug Zuneigung und Wertschätzung bleibt Anbeziehung zu arbeiten.
00:09:29: Und den Partner, oder die Partnerin?
00:09:31: Ich weiß ja nicht, ob du mich auch manchmal betrachtest.
00:09:35: Also dass ich
00:09:36: dich
00:09:37: dann wirklich sehe und ... Ja, ich meine, ich seh ja das, wenn ich jetzt diese Fahrradpedale habe, dass du grad die Person bist, die nicht treten kann.
00:09:49: Und stattdass ich mein Fahrrad nehme und in Richtung Beziehung trete um zu helfen, um da zu sein Dreh dich aber fröhlich weiter in Richtung Arbeit.
00:10:00: Und so kommt man quasi miteinander unter die Räder, glaube ich.
00:10:04: Ich finde das total spannend was du sagst.
00:10:06: Weil du ja quasi beschreibst dass du probierst dich nicht davon runterziehen zu lassen wie es mir geht sondern da quasi Indipedale reinzutreten und Kraft zu geben und mich wieder rauszuziehen.
00:10:18: Das ist ganz spannend.
00:10:19: deswegen weil wir auch in den letzten vier Folgen habe ich natürlich wieder Studien mitgebracht.
00:10:25: knickknack.
00:10:26: Und zwar habe ich eine Studie mitgebracht von Bakker, Demiruti und Schaufeli über den Transfer von Erschöpfung und Engagement.
00:10:34: The crossover of burnout and work engagement among working couples.
00:10:39: Ich zitiere das mal aus der Zusammenfassung Die Autorinnen finden einen bidirektionalen Crossover-Effekt, nicht nur Burnout-Komponenten wie Erschöpfung und Zynismus sondern auch positive Komponentin.
00:10:48: Wie Vitalität und Hingabe übertragen sich zwischen PartnerInnen.
00:10:51: bemerkenswert ist dass die negativen und positiven Übertragungseffekte in ihrer Größenordnung ähnlich stark waren damit es die Botschaft nicht nur Stress steckt an sondern auch Begeisterungen Sinn und Energie stecken an.
00:11:03: Und das finde ich total spannend, dass du eigentlich gesagt hast und das würde ich gerne noch mal hinterfragen Wenn es dir nicht gut geht mit der Arbeit, geht's mir auch nicht gut.
00:11:12: Und mich steckt das schon an ganz klar.
00:11:14: und du hast irgendwas anderes beschrieben.
00:11:15: Du hast nämlich beschrieben dass wenn es mir nicht gutgeht probierst du da irgendwie reinzutreten und dich davon nicht anstecken zu lassen sondern mich rauszuziehen?
00:11:22: Ja der positive Teil der Studie ist ja und den kann ich absolut bestätigen.
00:11:26: Das fange ich wieder beim positiven An und empfinde ich seit... ...sind im Jahr zusammen.
00:11:33: Jetzt ist es im Jahr so seit dreizehn Jahren empfindig als Geschenk und Freude Und wir haben in den Jahren nicht nur dreimal gegründet, sondern auch ... In den letzten zehn Jahren, in dem es dieselbe Organisation gibt, nämlich Viva Equality.
00:11:52: In der Zeit haben wir ja auch mindestens viermal unser Projekt oder Produkt verändert und manchmal auch so diese Seidausflüge von früher noch dieser Vorlesebuss und die Pop-Up Stores und Löwenläden.
00:12:07: Mir fährt jetzt gar nicht mehr alles ein.
00:12:08: Es war so viel Aufregung und bei jedem neuen Projekt, dann hast du damals diese seitegerechte Bildung aus dem Boden gestampften.
00:12:18: Warst du stolz?
00:12:19: Nicht mal so.
00:12:20: mit stolz habe ich eine ganz große Zuneigung dank und stolz für dich gefühlt und ich glaube dass sich dadurch häufig auch besser geworden bin.
00:12:36: In verrückten Zeiten vielleicht ... hab ich mich auch gemessen.
00:12:44: Und vielleicht war das mal belastend, drei Tage lang oder so, dass ich mich gefragt habe, Julius macht das?
00:12:52: Was kann ich denn eigentlich gut?
00:12:53: Oder bin ich nur die Zuschauerin?
00:12:56: Aber das war wirklich nur ein schlechter Gedanke.
00:12:58: dreitagellang.
00:12:59: in Wirklichkeit weiß ich.
00:13:03: Dass wir uns beide immer weiterentwickelt haben und ... dass ich auch Dinge besser gelernt habe und besser kann, für unseren gemeinsamen Weg mitverantwortlich bin.
00:13:17: Wie gehst du damit um?
00:13:18: Für dich, wenn du das Gefühl hast, dass Stress- und Belastung aus der Arbeit in unsere Beziehungen reinwirken?
00:13:24: Das
00:13:24: ist eine super schwierige Frage, weil offensichtlich ist es wie bei Geburten ... Man vergisst den Schmerz!
00:13:33: Ja, also... Ich meine jetzt um die dreizehn Jahre gemeinsame Arbeit, Gründungsgeist und Management, Strategiewechsel, Krisen.
00:13:45: Und ich kann mich nicht mehr an jede Phase erinnern wie ich damit umgehe wenn es private Auswirkungen hat durch Gespräche.
00:13:53: in jedem Fall und im schlechtesten fall das ist nicht meine Absicht aber im schlechtstenfall auch wirklich gibt es mal zwei drei Tage alle zwei drei jahre an denen es wirklich so eine Art Day-off gibt.
00:14:07: Aus, ähm ... wie so ein Kranksein.
00:14:10: Ähm, so ein emotionales Kranksein, wo ich dann den Akku irgendwie auf einer Wiese ... Also, ich kann mich darin, das war schon mal so, ist wirklich ewig.
00:14:17: Offensichtlich das, was ich sage hat, glaub ich, schon Hand und Fuß, weil's das ...
00:14:21: Hand und Mundfuß!
00:14:22: Ja?
00:14:23: Weil es nicht nur einmal war... Ich weiß noch ganz, ganz früher als wir im Tempelhof gewohnt haben.
00:14:30: Da gab es diesen Bose Park und dann hatten wir auch ... wenn wir uns gestritten haben, sogar manchmal über die Arbeit... Also, ihr müsst wissen das ist halt einfach mal sehr lange her.
00:14:40: Wir waren auch sehr viel jünger.
00:14:45: Dann saßen wir im Bose-Park und konnten gar nicht auf Arbeit gehen weil wir dort stundenlang diskutiert haben und gestritte haben.
00:14:54: eine Ablenkung letztendlich, weil es dann schon den Raum bietet ... dass man private und berufliches nicht trennt.
00:15:04: Weil es eben nicht dieses gab.
00:15:06: so wir haben jetzt gestritten aber um neun Uhr hört der Streit auch erst mal auf.
00:15:10: Jetzt arbeiten beide unabhängig und dann können wir gerne um siebzehn Uhr weiterstreiten.
00:15:15: Meinst
00:15:15: du bei normalen Menschen?
00:15:16: Ja!
00:15:18: Und ich glaub so ähnlich also mit einem ganz langen.
00:15:23: Also dazwischen sind wirklich auch mal drei Jahre nichts in diesem Ausmaß, den ich jetzt gerade beschreibe.
00:15:31: Aber wie kann mich erinnern, dass das ja schon noch einmal passiert ist?
00:15:35: Klar!
00:15:36: Das gibt eine große deutsche Studie zu doppelferdienenden Paaren mit quasi mit dem Umfang von Tausendunddreinfünfzig doppelfedienden Paaren, die befragt wurden und Dort ist man zu der Erkenntnis gekommen, es sind so totale Binsenweisheit.
00:15:55: Aber deckt sich mit dem was du gerade eben sagst Paare tragen nicht nur ihre private Beziehung in die Arbeit hinein sie tragen auch ihrer Arbeitslogik in die Beziehungen zurück.
00:16:02: Das finde ich total spannend.
00:16:03: Es gibt quasi so ein Doppel Effekt.
00:16:06: Wenn Menschen abends weiterarbeiten ständig erreichbar sind oder keine echte Regenerationszone haben steigt nicht nur ihr eigener Konflikt zwischen Arbeit und Privatleben sondern auch der ihrer Partnerin.
00:16:15: Ja das war dann eigentlich ja der Punkt den ich vorhin meinte gar nicht Das bezieht sich nicht auf das von grade eben.
00:16:22: Dann hab ich dich mir das verstanden?
00:16:23: Weil dieses Beispiel mit dem Park zum Beispiel, was sich ja meiner Meinung nach irgendwie alle circa drei Jahre wiederholt hat... ...das ist ja im Prinzip die Arbeitszeit gewesen und egal ob wir jetzt einen Konflikt hatten im privaten oder im beruflichen...
00:16:37: Na ist doch aber genau das, was ich sage!
00:16:39: Nicht nur der Konflik zwischen Arbeit- und Privatleben sondern auch der ihrer Partnerin.
00:16:43: Oder?
00:16:44: Reden wir einander vorbei.
00:16:46: Ist okay, wir werden dann noch vorbeigrennen.
00:16:47: Oh, ein Konflikt können wir direkt austragen.
00:16:51: Am Ende hast du sowieso recht!
00:16:52: So läuft das immer.
00:16:53: Nee, das stimmt nicht.
00:16:53: Dass einmal alle gehört haben.
00:16:55: Nein, nein.
00:16:57: Doch genau so lässt es... Jaa Schatz!
00:17:02: Das spielen wir dieses Mal.
00:17:03: Da spielen wir am Ende und werden wir das einspielen für die Leute, die's nicht kennen von Bodo Wartke.
00:17:07: Jaa schatz!
00:17:09: Kann man eigentlich allen nur empfehlen?
00:17:11: Das
00:17:11: würde ich mir wünschen.
00:17:13: Wäre er anders herum?
00:17:15: Dass das so wäre, ja Schatz.
00:17:16: Hört euch das Lied an dann wisst ihr was ich meine.
00:17:19: Aber ich finde du unterschlägst ja schon dass wir regelmäßig in einen Konflikt reinkommen weil wir uns immer wieder aufs neue fragen wo wir eigentlich Arbeit und Privatleben abgrenzen.
00:17:28: Also ist nicht so dass wir alle drei Jahre mal im Park sitzen Dann fliegen da vier Stunden lang auch nicht die Fetzen Sondern es ist eine fortlaufende Thematik die wir besprechen ... akzeptiere ich, dass die andere Person einfach nicht über Arbeit reden möchte.
00:17:44: Wie kann ich mich zum Beispiel abgrenzen und sagen... Ich will jetzt einfach nicht mehr über Arbeit reden?
00:17:49: Ist das wie verletzend?
00:17:50: kommt es auch bei dir oder mit mir an wenn eine Person sagt du ich will da einfach gerade nicht drüber reden.
00:17:54: Kann man sich so abgrenze darf man sich abgrenzen.
00:17:59: Ist das okay sich abends noch hinzusetzen und weiterzuarbeiten?
00:18:02: Das ist ja schon.
00:18:04: also der positive Effekt den ich auf der einen Seite sehe ist, dass wir tatsächlich im Zeifelsfall immer was haben, worüber wir beide miteinander reden können.
00:18:12: Und das hört sich jetzt total negativ an.
00:18:13: ja aber wie können auch gute Dinge miteinander austauschen?
00:18:15: Auf der anderen Seite sehe ich da schon... ...auch ein fortlaufendes Aushandeln und Verhandeln von Grenzen.
00:18:22: immer wieder neu verhandeln Das finde ich, man kann nicht so tun.
00:18:30: Ich bin ja total bei dir was du vorhin gesagt hast.
00:18:32: es gibt halt einen großen Graubereich und den muss man besser abmüsten wir vielleicht besser ausleuchten.
00:18:37: In diesem Grauberei ist es total schön miteinander zu arbeiten.
00:18:41: Du kennst die Vorteile einer Person, du weißt wie sie in bestimmten Situationen agiert.
00:18:45: Du kannst das gut einschätzen und kannst dann doch irgendwie gut umgehen.
00:18:47: Und das eine sowohl privat als auch eben beruflich.
00:18:51: auf der anderen Seite ist es schon so.
00:18:53: Ich würde mich wundern wenn du das anders siehst dass diese Grenze ja wirklich regelmäßig verschwimmt.
00:18:59: Dass es regelmäßig so ist, dass wir eben doch arbeiten obwohl wir zum Beispiel eigentlich Freizeit haben oder dass ich z.B.. Das macht ihr... Ich weiß nicht wie das bei anderen Partnern ist aber wenn du zum Beispiel abends um neun sagst ... dann macht das ja zwangsläufig was mit mir.
00:19:13: Weil sehr unmittelbar irgendwie auch mich in meiner Arbeit betrifft.
00:19:19: Ich glaube, wir hatten wirklich ein kleines Missverständnis vorhin?
00:19:22: Ja!
00:19:23: Denn dieses kontinuierliche Aushandeln und Sprechen über Grenzen zwischen Beziehung... ...und Job,... ...das sehe ich genauso demstimmig komplett zu.
00:19:35: Das was sich davor gemeint habe waren wirklich so... Krisen im Prinzip.
00:19:40: So richtige Krisen?
00:19:42: Nicht alles ist aus Krisen, sondern wir sind so vollständig anderer Meinung und es findet keinen Kommunikationsstatt die man irgendwie in ... ... vierzig Minuten maximal klären kann.
00:19:56: Da waren
00:19:56: wir aber auch noch jung!
00:19:58: Da war ich dreißig!
00:20:01: Also einfach so dass man das meint dich... Aber diese Krise ... nicht mehr arbeiten kann.
00:20:08: Aber diese Krisen ergeben sich doch daraus, dass man Grenzen nicht richtig abgesteckt hat oder nicht?
00:20:13: Ja ich weiß die Beispiele jetzt ist so lange her, ich weiß diese Beispile jetzt nicht
00:20:16: mehr.
00:20:16: Ich finde das diese Krisensähe sehr... ich weiß gar nicht ob es Krisen ist sondern diese sehr intensiven Gespräche haben wir über die Jahre abgenommen.
00:20:25: Ich glaube, das hat damit zu tun dass wir uns beide sehr viel besser abgegrenzt haben was zulässig ist und was nicht zulässiges.
00:20:31: Und ich habe es jetzt eben so kleinlaut ein bisschen eingebracht.
00:20:34: aber irgendwie haben ja einen guten Weg damit gefunden, dass wir beide jederzeit die Möglichkeit haben sozusagen... ...ich will jetzt einfach nicht drüber reden!
00:20:42: Dass dann auch..dass ich bei keinem nur von mir reden, dass ich dann das auch nicht erklären muss sondern dass es einfach so ist, dass du das akzeptierst, dass sich da nichts drüberreden willst und dass du es mir auch nicht aufzwingst.
00:20:50: Das ist im Zweifel zwei dann eben in dem Moment.
00:20:54: Dein Problem ist, wie du damit einen guten Umgang findest.
00:20:57: Und das ist ja was man lernen muss, weil es auch eine Form von Zurückweisung ist.
00:21:01: Ich will mit dir da jetzt nicht drüber reden!
00:21:03: Das ist ja eine andere Stelle, stell dir vor... ich möchte mit dir über die Schulleistungen unserer Kinder reden.
00:21:07: Da will ich mit dir jetzt nicht darüber reden.
00:21:09: Ich möchte mit ihr über die Urlaubsplanung reden.
00:21:11: Im vielen Kontexten funktioniert das ja nicht sich so abzugrenzen.
00:21:15: aber an der Stelle glaube ich nach all den Jahren das kann gar nicht anders laufen als dass man das so deutlich adressiert.
00:21:21: Ja Und
00:21:23: das
00:21:23: ist im Prinzip derselbe wie unter KollegInnen, denn ich glaube wir sind am Ende eben zu Hause in Beziehung.
00:21:34: In partnerschaftlicher Beziehungen und hier im Office und auch wenn wir arbeiten nah dran an KollegInn Die kenne ich ja irgendwann auch gut.
00:21:47: Das ist also eigentlich gar nicht so ein Vorteil, wenn ich
00:21:49: jetzt ... Ja, aber es gibt genau diesen Zwischenbereich.
00:21:52: Du hast vorhin nur Graubereich gesagt.
00:21:53: Aber es gibt da genau diesen Transit-Bereich.
00:21:56: Jetzt muss man dazu sagen, dass wissen die Leute, die uns zuhören ja nicht.
00:21:59: Aber viele Menschen reisen in irgendeiner Art und Weise zur Arbeit.
00:22:04: Die haben irgendwie einen Weg.
00:22:06: Wir haben hier Kollegen von zehn Minuten oder fünfzehn Minuten, wir haben andere Kollegen von sechszig Minuten.
00:22:12: Wir beide haben den Weg von dreißig Sekunden.
00:22:14: Wenn wir einfach nur auf die andere Straßenseite laufen.
00:22:17: D.h.,
00:22:17: diese Transitphase, die viele Leute haben um Dinge auch hinter sich zu lassen.
00:22:21: Die finden ja bei uns gar nicht statt!
00:22:23: Wir gehen hier aus der Tür, also wortwörtlich auf die anderen Straßens Seite und nehmen quasi unmittelbar alles mit.
00:22:32: Und zwar in beide Richtungen.
00:22:33: Als wir früher im Tempelhof gewohnt haben, hatten wir einen Anreiseweg von fünfzehn Minuten oder zwanzig zu Fuß...
00:22:39: ...und haben uns gestritten.
00:22:40: Da sind wir trotzdem zusammen losgelaufen Die Arbeit schon stattgefunden hat.
00:22:46: Ja, das hätten wir damals machen sollen.
00:22:47: Wir hätten einfach alleine laufen sollen.
00:22:50: So vor der Tür verabschieden... Tschüssi!
00:22:53: Dann gehst du in die eine Richtung und ich gehe in die andere Richtung und eine Viertelstunde später.
00:22:56: Ach Du auch schon hier heute Morgen?
00:22:57: Ach wie schön!
00:23:01: Hast Du sie eigentlich auch regelmäßig vorgenommen seit wir hier das Büro auf der anderen Straßenseite haben, dass du morgens einfach einen Umweg läufst um ins Büro zu gehen?
00:23:08: Mache ich manchmal wenn ich mit dem Hund gassegehe dann laufe ich ja erst durch den Park.
00:23:12: oder
00:23:13: Das kommt wie oft vor, seit wir den Hund haben ein Jahr.
00:23:15: Wie oft ist das vorgekommen?
00:23:17: Ich warte, lass mich schätzen...
00:23:18: Fünfzehn Prozent, vierzig Prozent.
00:23:20: Quatsch!
00:23:21: Wenn ich morgens spazieren gehe?
00:23:24: Okay also wenn du morgen spazierend gehst, was ich jetzt nicht weiter ausführen möchte, wie häufig ist das vorkommen?
00:23:33: dann in vierzig prozent also ungefähr einmal im Monat.
00:23:36: Auf gar keinen
00:23:36: Fall.
00:23:38: Einmal die Woche.
00:23:39: Ein mal die Woche!
00:23:40: Zwei Mal die Woche.
00:23:41: Na gut, ich akzeptiere dass es ist okay.
00:23:43: ja Schatz Das zieht sich ja durch wie ein Running Gag.
00:23:49: Wann hast du das Gefühl gehabt, dass es dir auf den Sack geht, dass diese Verschmelzung gibt?
00:23:54: Muss ehrlich sein!
00:23:56: Nee, das geht mir nicht auf dem Sack.
00:23:58: Ich hab mich da einfach total daran gewöhnt und finde meine eigenen Strategien.
00:24:05: wenn ich was anderes brauche dann geht's los mit verschiedenen Arbeitsorten.
00:24:11: Dann haben wir lange nicht miteinander gearbeitet, weil sich einfach Themen weit entfernt haben.
00:24:17: Ähm ... das hab ich nicht.
00:24:19: Lange nicht miteinander gearbeitet.
00:24:21: Ich erinnere mich, dass du in Gebäude C gearbeitet hast.
00:24:24: Richtig?
00:24:25: Damals in der Forschungsabteilung und ich noch weiter hier im Gebäud Arsas.
00:24:29: Ja ja ja... Kann ich nicht gut dran.
00:24:32: Aber
00:24:32: wie stellst du dir das denn vor, wenn wir nicht zusammenarbeiten würden?
00:24:35: Hab ich gar keine Vorstellung.
00:24:36: Ich weiß überhaupt nicht, wie das gehen kann.
00:24:38: Wirklich nicht!
00:24:39: Hab ich keine Vorstellungen von.
00:24:40: Ich stelle ein bisschen vielleicht so wie bei American Dead, weil ich springe morgens aus dem Bett zu halt nackt.
00:24:48: Und dann kommen die Kinder und reichen mir von links und rechts mein Sacco mit meiner Arbeitstasche.
00:24:52: Dann hilft mir noch jemand in die Füße rein und der Hund gibt mir einen Küsschen.
00:24:55: und dann gibts du mir einen Küschen und jemand steckt mir das Portemonnaie in den Schlüssel so hinten in die Hosentasche rein.
00:24:59: Dann gehe ich aus der Tür raus und hab'n Arbeitstag!
00:25:01: Und dann komme ich siebzehn Uhr völlig abgearbeitet nach Hause... ...und eigentlich siehst du vor mir nur die abgearbeitete, ausgetretene, large Version.
00:25:09: Und wo wird es jetzt
00:25:12: besser?
00:25:14: Ich glaube, dass der einzige Vorteil wirklich ist und das wäre spannend von unseren Zuhörenden zu wissen.
00:25:18: Die können ja gerne mal ein paar E-Mails dazu schreiben wie sie das erleben oder kommentieren auf allen unterschiedlichen Plattformen.
00:25:24: ich glaube, da ist der einzig wirklich große Vorteil ist, dass du... und zwar pass auch jetzt noch eine Unterstellung am Anfang der Beziehung in so einen interessierten Austausch kommst dazu, wie eine andere Person arbeitet und was sie arbeitet.
00:25:38: aber Wir kennen ja doch ein paar Paare, die sehr viel länger zusammen sind.
00:25:43: Ich glaube diese Interesse ist nicht irgendwann brutal ab und damit entfällt dieses Thema einfach komplett als Austauschthema.
00:25:49: Und das kann man jetzt für sich selber beurteilen ob das gut oder schlecht ist.
00:25:52: Was meine ich bei uns?
00:25:53: Wenn wir uns nichts zu erzählen haben was Gott sei Dank nie vorkommt... Also es ist schon mal aufgefallen wenn wir so in Restaurants sind oder wenn wir gemeinsam essen gehen, wenn andere sich anschweigen dass wir immer noch miteinander reden können.
00:26:05: Das ist vollgut!
00:26:06: Und im Zweifelsfall haben wir halt immer ein Thema auf das wir zurückgreifen können Blödwürz, wenn eine Person sich dann noch so richtig abkennt.
00:26:12: In so einem Schweigemoment sitzen da und wissen nicht, was ihr erzählen soll und sagt einer... Ah, weißt du was ich heute auch habe?
00:26:18: Ich hab' heute mit X, Y und Z da und da... Ja, nee!
00:26:20: Nee-nee, ich will gerade nicht überarbeitet reden.
00:26:22: Dann wird's echt schwer.
00:26:23: Dann haben wir uns vielleicht nichts mehr zu erzählen.
00:26:25: Dann ist es ungefähr so wie
00:26:26: jetzt.".
00:26:26: Was war für dich der schwierigste Moment, bei dem du dachtest okay Arbeit in Beziehung will ich nicht
00:26:33: zusammen?".
00:26:37: Wir haben vor anderthalb Jahren bei uns ... Nee, doch andertheilbe Jahre.
00:26:42: Bei uns im Unternehmen eine Phase gehabt, wo es uns als Unternehmen einfach wirklich nicht gut ging.
00:26:48: Wirklich nicht gut gingen?
00:26:49: Ne, das stimmt gar nichts!
00:26:50: Es ist zwei Jahre her und... Das habe ich als unglaublich belassend empfunden weil dass ... einen so komplexer Zusammenhang war und so viele Themen da ineinander geflossen sind, dass ich ab einem bestimmten Punkt das Gefühl hatte... ...dass ich wirklich mit niemanden mehr drüber reden kann.
00:27:11: Und in unserem Fall hatte ich das Gefühl, dass sich mit dir nicht mehr darüber reden kann,... ...weil es automatisch einen direkten Einfluss auf dich hat!
00:27:20: Und das fand ich super belastend.
00:27:21: Das fand ich wirklich belastender.
00:27:23: Es hat mich auch bestimmt anderthalb Jahre gekostet, da irgendwie gedanklich wieder durchzukommen.
00:27:27: Weil das eine ganz merkwürdige Situation ist, dass du weißt.... dass mit der Person, mit der du drüber reden müsst ist nicht drüberreden kannst.
00:27:34: Weil es sowohl auf Arbeitsebene als auch auf privater Ebene einen massiven Einfluss auf sie hat.
00:27:38: und das hat mir damals echt nicht gut getan.
00:27:42: da hätte ich darauf verzichten können.
00:27:43: also da wäre es gut gewesen wenn wir nicht zusammengearbeitet hätten.
00:27:46: dann hätte ich dir erzählen können hey so und so sieht's aus und was ist deine Meinung dazu?
00:27:50: wie würdest du damit umgehen?
00:27:52: aber wenn ich das gemacht hätte hätte ich das gar nicht so formulieren können als dass du dich hättest davon irgendwie abgrenzen könnt wär einfach nicht gegangen weil ich dir damit die Möglichkeit genommen habe, dich damit zu beschäftigen.
00:28:05: Aber ich hatte das Gefühl, dass es nicht gut ist, was du teilen.
00:28:09: Es gab eine Phase in Liquiditätsproblemen und die Frage von mir ... Ich wollte das für die Zuhörende einordnen.
00:28:19: Und meine Frage ist ganz konkret.
00:28:23: Also es sind eigentlich zwei.
00:28:24: Was glaubst du, wie dumm ich bin?
00:28:25: Dass ich das nicht mitbekommen habe?
00:28:27: und die zweite ist hast du keinen Vertrauen?
00:28:30: Ich glaube überhaupt nicht dass du dumm bist.
00:28:34: Ich glaube trotzdem, dass du es ein ganzerweilig nicht mit bekommen hast.
00:28:38: Weil ... Das ist ja nicht so... Das is ja ein schleichender Prozess!
00:28:41: Du sticht da nicht morgens auf und es macht ... Und mit einem hast du das im Kopf.
00:28:45: Sondern es ist ein Prozess der geht über Monate vor sich.
00:28:48: Und irgendwie, das war so'n Zeitraum von Juni bis Ende Oktober würde ich sagen Und irgendwann hat das so gedrückt, dass es einfach auch klar war, dass da ein größeres Problem ist.
00:28:57: Also das hat nichts mit Dummheit zu tun sondern einfach... Dass das ein schleichener Prozess.
00:29:01: in deine zweite Frage war?
00:29:02: Hattest du kein Vertrauen?
00:29:03: Das hat damit nicht zu tun!
00:29:05: Das hat überhaupt nichts mit Vertrauen zu tun.
00:29:07: Ich hatte einfach wirklich das Gefühl, dass das etwas ist was an der Stelle wenn ich das teile so einen großen Durchgriff auf unser Privatleben hätte, dass sich das nicht teilen möchte.
00:29:17: Also ich habe in Kauf genommen, dass du es nicht weißt.
00:29:20: Weil ich wollte, dass wenigstens eine Person von uns weiter normal funktioniert.
00:29:25: Ist das alles gut gegangen?
00:29:26: Sowohl auf der Arbeit
00:29:28: als auch... Ich hab schon ordentlich einen davon weggetragen.
00:29:31: Das Thema hat mich hinterher echt ordentlich beschäftigt.
00:29:33: Also richtig gut gegangen ist, was man sich halt nicht und ich würde's so auch noch mal machen.
00:29:38: Wir beide machen regelmäßigen Coaching einem am halben Jahr wo wir mit jemandem uns für ein paar Tage im Hotel entsperren und dann wirklich harte Themen rausdiskutieren.
00:29:45: Da habe ich das beim letzten Mal sehr deutlich gemacht, dass sich das nicht noch mal so machen würde aus unterschiedlichen Gründen.
00:29:50: Ich würde die Last nicht nochmal allein tragen und ich würde sie anders verteilen.
00:29:53: Voll!
00:29:54: Also absolut... Ich denke, ich will für Ihnen das Thema wirklich nicht rein und es gab auch keinen Riesen-Riesen, aus meiner Sicht kein Riesenstreit oder Drama um das Thema.
00:30:04: Es gab von meiner Seite ein großes Mitgefühl aber rein theoretisch wir sind beide Geschäftsführung.
00:30:12: Also wenn man das jetzt in so gesellschaftliche Gesellschafteversammlungen faked, dass die Stadt gefunden hat.
00:30:18: Hätte ich meine... Und wer
00:30:19: nicht?
00:30:20: Aber ... Ich hätte davon ja wissen müssen!
00:30:22: Ich hafte ja genauso.
00:30:24: Also an der Stelle ist schon spannend.
00:30:25: wir ... Dingen so viel Wert darauf berufwürdiges und privates gut zu trennen.
00:30:31: Und an dieser Stelle hast du entschieden es nicht zu trenn oder?
00:30:34: Hätte dich damals auch gemacht, wenn es eine andere Gesellschaft gewesen wäre.
00:30:36: ... weil ich genau so gehandhabt habe.
00:30:38: Hat gar nichts mit dir zu tun, damit wir zusammen sind auf einer gesellschaftsrechtlichen Ebene,... ... sondern war an der Stelle eine bewusste Entscheidung, irgendwie ne Lösung für dieses Thema herbeizuführen... ... ohne dabei maximal an ganz vielen unterschiedlichen Stellen Unsicherheiten zu streuen.
00:30:53: Aber nochmal!
00:30:53: Also ich kann ja... Wir müssen da nicht zu tief in das Thema reinzugehen.
00:30:57: Deine Frage war wann hatte ich das letzte Mal?
00:31:00: Ich hab gesagt es ist zwei Jahre her, da hatte ich dass.
00:31:03: Ich hab aber auch sehr deutlich gemacht, so würde ich's nicht noch mal machen.
00:31:06: Nur Damals hatte ich genau diesen Punkt, dass ich in einer echt großen Zwickmühle stand zwischen... In der Zwick-Mühle war nicht Stand.
00:31:13: In der großen Zwiegmühlen war zwischen was möchte ich?
00:31:18: und wir bleiben mal jetzt dabei weil du hast dem auf diese Gesellschaft der Ebenen und Geschäftsführungsebene gebrochen?
00:31:22: Was möchte ich aus meinem beruflichen Kontext mit den Familien oder Beziehungskontext tragen?
00:31:28: Und hab's aber nicht gemacht!
00:31:29: Das war genau an dieser Stelle.
00:31:32: Ich kann nach wie vor erklären warum ich es damals gemacht habe, aber ich würde das nicht nochmal so machen würde mich nicht noch mal einfallen.
00:31:37: So, würd ich auch deswegen nicht nochmal machen weil ich echt lange drunter gelitten habe.
00:31:42: Wenn du leidest dann leide ich ja auch.
00:31:45: Ja...
00:31:45: Ich überspiel das dann einfach.
00:31:46: Ey!
00:31:47: Ich bin echter Mann ey!
00:31:50: Ich überspiele meine Gefühle so wie dass richtig Männer machen für alle Männer die jetzt zuhören.
00:31:55: So macht man das.
00:31:57: Kann ich auch an der Stelle empfehlen?
00:31:58: Gibt es von Audio-Auten-Auchzig und Jessent auf einem neuen Album Track Betrunkene Männer?
00:32:03: Wir haben einen Bock hat richtig zu lachen kann sich diesen Track anhören.
00:32:08: Meine letzte Frage für dich.
00:32:10: Das ist eine provokative Frage, was hältst du von dem Spruch?
00:32:15: Liebe und Arbeit sollte man nicht mischen!
00:32:17: Ich finde den Spruch richtig ... Also das so find ich total blöd auf allen Ebenen weil selbst wenn es nicht um Liebesbeziehungen geht dann hört man ja trotzdem nach Möglichkeit Gefühl, Empowerment und Engagement im Sinne von sich selbst lieben auch oder seine Arbeit lieben manchmal Trotzdem mit auf Arbeit bringen.
00:32:38: Also, wenn man Liebe so ein Pauschalen nimmt ... Ich mein für mich ist Lieber an Gefühl geknüpft?
00:32:45: Dann ist
00:32:45: man ja beinahe gefühlslos auf Arbeit.
00:32:47: Das Sprichwort
00:32:48: ist doch eindeutig wie es gemeint ist.
00:32:50: Liebe bezieht sich in dem Kontext auf Paarbeziehung und Arbeit.
00:32:54: Und das kennt man noch da ganz lange.
00:32:56: Guck dir Filme aus den Achtzigern an.
00:32:58: Liebe und Arbeit mischt man nicht.
00:33:00: Okay, jetzt sind wir hier bei Filmen aus den Achzigern.
00:33:03: Ja!
00:33:03: Bei einem Patriarschalen Julius.
00:33:07: Ich hab gesagt, das ist provokativ.
00:33:08: Ich habe nicht gesagt, dass es meine Meinung ist.
00:33:10: Hab ich nie gesagt nur gesagt was deine Meinung dazu ist?
00:33:13: Oha dieser Satz schweigt mich richtig.
00:33:15: er hat ja auch etwas von Sekretärinnen und Hochschlafen und so.
00:33:18: Achso!
00:33:19: Guck mal, wir winken mal den Nachbarn...
00:33:22: Die denken wir sind Stars die kommen gleich in einen Hohen Autogramm.
00:33:26: Ich glaube die denken mir haben nicht alle Latte am Zaun weil muss man auch erklären.
00:33:31: wie sitzt einem Erdgeschoss und der Nachbar packt gerade sein Lastenrad, entkorkt das gerade, zieht das Schloss raus und verfrachtet seine Kinder.
00:33:41: Und holt jetzt wahrscheinlich noch mehr Kinder ab aus der Kita.
00:33:44: Ich denke nicht dass unser Autogramm fragt.
00:33:45: Gut ich sehe es reibt dich.
00:33:51: Du reibst dich daran!
00:33:52: Es ist ja nicht mal die Frage nach meiner Situation oder nach meinen Gefühlen oder meinen Erfahrungen sondern es ist ein Satz den bewerten soll und würde den Satz so niemals sagen.
00:34:04: Und wenn es den Satzo gibt, dann würd ich dem widersprechen.
00:34:06: Gut!
00:34:07: So damit... Das ist
00:34:09: natürlich die Frage ob ich's nicht schaffe quasi auch die andere Position einzunehmen.
00:34:12: oder würdest du dem Satz gern zustimmen?
00:34:15: Und wie würdest Du dem zustimmen?
00:34:16: welchem Rahmen?
00:34:18: In meiner Brust schlagen an der Stelle zwei Herzen.
00:34:21: auf der einen Seite kann ich ja nicht sagen Ich finde dass dieser Satz richtig ist weil wir genau das praktizieren und auf der anderen Seite wenn ich mir vorstelle dass in unserem reinigermaßen kleinen Team sich ein Paar findet, würde ich das schon sehr natürlich begrüßen und mich freuen, dass die Liebe dort hingefallen ist.
00:34:40: Und auf der gleichen zur gleichen Zeit würde ich es doch zumindest im Blick behalten.
00:34:43: Weil aus eigener Erfahrung weiß ich, dass so eine Beziehung... Dass es eben nicht nur so ist, dass sie Arbeit in die Beziehungen reinträgt sondern auch dass die Beziehenung in die Arbeit reintlägt.
00:34:53: Das passiert immer!
00:34:55: Aber wenn sich zwei Leute zu Hause streiten und dann gehen die auf zwei unterschiedliche Jobs Da beeinflusst es sie, dann ist das wenigstens eine Person, die da beeinflußt sitzt.
00:35:02: Aber wenn zwei Leute sich streiten, die ein Paar sind und dann gehen die in das gleiche Büro und arbeiten im gleichen Raum ... Und das weiß ich aus eigener Erfahrung, ist die Spannung manchmal so spürbar, dass man sieht quasi, dass sich da die Herrchen aufstellen und dass die Luft zum Schneiden dick ist?
00:35:18: Eine Freundin von mir hat auch lange jahrelang immer mit ihrem Partner immer wieder Konflikte ganz großes erschütterndes Donnerwetter.
00:35:30: Ja!
00:35:31: Und wenn die, also phasenweise immer wieder immer wieder streit haben und so über ... beinahe über fünf Jahre im Raum ist passend überhaupt zusammen, dann geht sie auch zur Arbeit.
00:35:44: Aber Sie geht auf Ihre Arbeit?
00:35:46: Trotzdem
00:35:47: ist sie wirklich wie ein Schlückchen Elend und telefoniert in jeder Pause und versucht ihre Konflikte zu lösen.
00:35:53: Das trägt sie trotzdem mit zur Arbeit?
00:35:55: Ja, voll.
00:35:55: Aber nur eine Person stellt ihr vor in dem Team wo sie arbeitet gibt's fünf Personen und von diesen fünf Personen sind zwei miteinander liiert und die kommen jetzt beide auf Arbeiten am Beef zu Hause gehabt.
00:36:04: herzlichen Glückwunsch.
00:36:05: also
00:36:06: wenn so pauschal trägt man glaube ich auch wenn man nicht miteinander arbeitet trägt man trotzdem Streit und Krisen.
00:36:14: eben nur eine person.
00:36:15: aber man bringt das trotzdem mit Paare auch, wenn sie in verschiedenen Firmen arbeiten.
00:36:22: Aber
00:36:22: jetzt fass mal
00:36:23: auf ... Ich heiß mich krass!
00:36:24: Willkommen bei meinem Satz.
00:36:25: Willkommen
00:36:26: beim
00:36:26: Satz?
00:36:27: Dasselbe ist es auch, dass Paare zu Hause leben und zu Hause irgendwie um zwanzig Uhr eigentlich mit etwas anderem Zeit verbringen möchten.
00:36:38: Und eine Person sagt, ich möchte aber noch arbeiten.
00:36:41: Das kann passieren, wenn man nicht zusammenarbeitet.
00:36:44: Ja,
00:36:45: aber ... Ich finde im Übrigen willkommen in meinem Satz.
00:36:47: richtig lustig.
00:36:48: Das wäre ich mir merken, wo hast du das her?
00:36:49: Es kommt so aus meiner Frauennetzwerk-Babbe.
00:36:51: Sagen die das?
00:36:52: Ja man als Frau sich gegenüber Männern zu... oder eben tatsächlich einfach auch gleichberechtigt zu sein.
00:36:59: Das find' ich gut dass du mich da in meine Schränken weißt.
00:37:01: Dass ich das jetzt noch mal lerne weil ich ja als Geschäftsführer von einem Unternehmen mit vierzehn Frauen und einmännlichen Mitarbeiter zweimändig Mitarbeitern definitiv.
00:37:11: Das ist gut, dass ich dazu rechtgewiesen werde.
00:37:13: Danke dafür!
00:37:13: Willkommen beim Satz.
00:37:14: Merke ich mir aber Also, wenn du so ein paar auf Arbeit hast.
00:37:18: Dann ist es ja nicht nur so ... dass du Ausfälle hast, wenn die sich miteinander streiten.
00:37:24: Sondern du hast auch ausfälle, wenn sie richtig glücklich miteinander sind?
00:37:27: Das ist doch toll!
00:37:28: Da bringen die richtig Flow mit rein.
00:37:30: Okay, gut.
00:37:31: Was denkst du?
00:37:32: hat die Zusammenarbeit auch mit Machtverhältnissen zu tun innerhalb der Beziehung oder auch mit macht Verhältnisten auf Arbeit?
00:37:41: Das verstehe ich nicht.
00:37:42: Ich verstehe deine Frage wirklich einfach nicht.
00:37:45: Bielst
00:37:45: du Macht aus, wenn du mir sagst ... Wenn ich eigentlich das Bedürfnis habe.
00:37:50: Übrigens, ich mach nur Theorie, ich mache das seltenst.
00:37:53: Wenn ich das bedürfne hab um siebzen Uhr eine Sache mit dir zu klären beruflich und du sagst ganz klar Nein!
00:38:01: Und ich werde es sehr klar akzeptieren.
00:38:05: Hast du dann Macht über mich?
00:38:06: Nein.
00:38:07: Steht ja auch jederzeit frei.
00:38:08: Ich finde die Frage total irre geführt ist.
00:38:12: Ich verstehe woher sie kommt Aber ich finde sie trotzdem... Also deine Frage ist doch im Kern, ob wir beide in einem Machtverhältnis miteinander stehen.
00:38:20: Richtig?
00:38:20: Ja!
00:38:21: Okay, also vielleicht wäre die richtige Antwort darauf da wir ja gleichberechtigt sind in allen Belangen, dass das ein bilaterales Machtverhaltenes ist.
00:38:29: Weil wenn ich zu dir sage, Sarah lass uns mal bitte jetzt losgehen Wir haben Feierabend und wir haben Termin Und du sitzt immer noch an deinem Platz und hast eine halbe Stunde später Die rufe immer noch nicht bewegt Würdest Du sagen, dass du dann Macht über mich hast.
00:38:42: Also es ist ein bilaterales Machtverhältnis.
00:38:44: Das ist nicht so, ich glaube dass das am laufenden Meter eine neue Auswahlhandel von Grenzen ist.
00:38:52: Ist das in dem Moment Machtgefälle?
00:38:53: Ja wahrscheinlich!
00:38:54: Ist das ein Abbild dessen wie wir miteinander umgehen?
00:38:57: Nein, das ist nicht.
00:38:58: Ich bin auf diese Frage gerade gekommen weil ich mir anguckt habe was du als Folgen-Titel ausgearbeitet hast und Du hast geschrieben...
00:39:06: Wie viel Bogen fällst Du?
00:39:07: Sie
00:39:08: prägt Gespräch, Stimmung, Energie, Zeit und manchmal auch das Machtverhältnis in einer Beziehung.
00:39:14: Ja klar!
00:39:14: Also die Arbeit... Und wir haben aber noch eben kein einziges Mal das Wort macht
00:39:20: zu uns?
00:39:20: Doch, haben wir.
00:39:21: Wir haben nicht über Macht geredet, aber also warum?
00:39:24: ich denke dass wir das getan haben.
00:39:25: im übrigen Willkommen in deinem Satz hast du nicht reagiert, habe schon gemerkt.
00:39:29: Aber doch haben wir.
00:39:30: weil.
00:39:30: die Frage ist wie schaffst du dich abzugrenzen?
00:39:33: Wie schaffste es?
00:39:34: also ist das nicht so dass eine Person Auch das ist ein Teil des Materialien, dass ich mich reingelesen habe.
00:39:39: Es scheint vorzukommen, dass es einen Ungleichgewicht gibt, dass eine Person mehr über Arbeitskontexte teilt als die andere und dann gibt's eine Machtschieflage.
00:39:50: also wenn nicht mehr Teile als du möchtest Und du kannst nicht kommunizieren, dass du es eigentlich nicht willst Dann wäre das ne berechtigte Frage Also auf deinem Beispiel bezogen Wenn dich an sechs oder sieben Tagen mit dir über Arbeit redet und fühlt sich davon total überwältigt.
00:40:06: Und will das eigentlich nicht, kann es sich aber nicht abgrenzen?
00:40:08: Dann wäre das eine Machtfrage!
00:40:09: Aber wir haben darüber gesprochen weil wie gesagt haben dass wir für uns sehr klar die Regel haben, dass wir uns an der Stelle deutlich abgrenzeln können, und zwar beide.
00:40:16: Ich glaube, dass diese Machtfrage in unserer Zusammenarbeit überhaupt nicht steht.
00:40:24: Weil am Ende – und das wäre meine Einschätzung – wir partizipieren Ganz generell davon, dass wir zwei völlig unterschiedlichen Menschen sind.
00:40:36: Also wir ergänzen uns an ganz vielen unterschiedlichen Stellen.
00:40:39: Deswegen ist es auch gut, dass die eine Person auf der einen Seite mehr Entscheidungen gemacht hat und das ich dann bei den anderen Personen jemanden an einem Stelle widerspiegeln.
00:40:47: Aber ich glaube nicht, dass hier sowas haben wie ... Ja, es ist Scheffe!
00:40:50: Ja, sie entscheidet zum Scheiß.
00:40:52: Absolut.
00:40:52: Ich empfinde auch... Vielleicht kann ich mich wirklich, wirklich nicht erinnern wann das so war oder wann das anders war Aber ich empfinde jetzt auch, dass Wort Macht total fehl am Platz würde.
00:41:08: Warum eigentlich?
00:41:09: Warum lehne ich das Wort Macht so ab?
00:41:12: Vielleicht wegen vier Jahren Sozialwissenschaftlichem Studium ganz vielleicht.
00:41:20: Ja aber es... Ich meine wir haben ja Macht als Geschäftsführung.
00:41:27: Naja, stimmt schon, also in wie vielen Fällen spielen wir das wirklich aus?
00:41:33: Ich glaube, wir sind
00:41:34: ... Wir haben unser Unternehmen mit dem Loop ...
00:41:36: Willkommen
00:41:36: beim Satz.
00:41:39: Ich hatte noch gar nichts zu Ende gesprochen!
00:41:41: Es war mir so, ich hab Luft geholt und du bist mein Satz gebeutert aber ich lass dir gerne den Vortritt.
00:41:47: Danke.
00:41:47: Wir...
00:41:48: Was soll ich noch sagen?
00:41:51: Wir sind schon ziemlich stark miteinander im Kommunizieren Und auf ganz vielen Ebenen haben wir da auch ziemlich viel daran rein investiert und daran gearbeitet.
00:42:01: Ich glaube schon, auch für unser Team ist es auf jeden Fall was, was wir von den Menschen mit denen wir zusammenarbeiten zurückgespiegelt bekommen.
00:42:09: Die spiegeln natürlich nicht wie wir beide miteinander umgehen aber ... Wie wir eine Kultur schaffen in der wir Empathie und Zuhörern schon vorleben oder?
00:42:22: Das sollten wir mal in die nächste Mitarbeiterin Befragung aufnehmen.
00:42:24: Das haben wir dabei!
00:42:25: Wie wir beide miteinander umgehen?
00:42:27: Ach
00:42:27: so, mit denen die Befragen ist standardisiert, damit man sie über Jahre auswerten kann...
00:42:31: Da kann man da nichts Neues aufnehmen bis du festgefahren bist.
00:42:33: Kann man aber was Neues mit aufnehmen?
00:42:35: Na
00:42:35: gut.
00:42:35: Was
00:42:35: machst denn wenn wir morgen zum Beispiel Wurst herstellen dann haben wir ja ein völlig anderes Umfeld?
00:42:38: Kann man mal Produktwürstchen
00:42:42: machen?
00:42:43: Machtwurst und Schichtsalat.
00:42:46: So ich bin... Wir beenden das jetzt an der Stelle.
00:42:49: Jetzt
00:42:50: geht es um die Worstwerte.
00:42:52: Du darfst heute beenden.
00:42:53: Du hast die Macht, das hier zu beenden und ein drunter spielt schon ganz langsam Bodo Wadke ein?
00:42:58: Ja, Schatz!
00:43:00: Es war sehr schön mit dir Julius und es war sehr Schön mit euch, liebe Zuhörerinnen.
00:43:07: Es wäre noch viel schöner meine Rückmeldung zu bekommen.
00:43:11: Darüber würde ich mich sehr freuen.
00:43:14: Und wenn ihr wirklich doll interessiert seid an dem Thema haben wir natürlich noch viel mehr.
00:43:22: Also, nicht dass wir jetzt was zurückhalten haben aber ich glaube, wir könnten in das Thema noch soviel tiefer rein.
00:43:28: Ladet uns einen zu bezahlten Vortragsreisen?
00:43:30: Das hab' ich gar nicht so gemeint!
00:43:34: Ich denke, wir sind beinahe einmalig.
00:43:37: also ein Geschäftsführungsteam mit dreizehn Jahren und drei Kindern und drei Firmen ist nicht so häufig.
00:43:46: Ladet uns eins zu bezahlen Vortraxreisen Wenn ihr Lust habt, dass wir darüber ein Buch schreiben.
00:43:51: Sagt uns Bescheid.
00:43:52: Ähm ... Wir sagen auf jeden Fall zu?
00:43:56: Das Thema geht noch so viel tiefer!
00:43:58: Wie steigen da jetzt aber nicht noch tiefer ein?
00:44:01: Was ist mit dem Augenzwinkern?
00:44:03: Oh, sag mal.
00:44:05: Undantisch ganz weit.
00:44:06: Wollen wir noch antiesern was das Thema für die nächste Folge ist?
00:44:09: Wir haben ein schönes Thema.
00:44:12: Das Thema für den nächsten Folge ist Optimismus.
00:44:13: in schwierigen Zeiten Ist Optimismus Kraftquelle oder Selbstbetrug?
00:44:18: Gerade in Krisenzeiten wird Optimismus schnell zur Haltung.
00:44:22: Wir schaffen das schon, aber Hoffnung kann stärken oder Probleme überdecken.
00:44:26: die Folge fragt wie man zuversichtlich bleiben kann ohne Schmerz, Zweifel und Erschöpfung.
00:44:30: schön zu reden.
00:44:31: Ja dazu habe ich eine straighte Meinung.
00:44:33: erzähle ich euch nächste Woche.
00:44:34: Ich werde wieder Studien mitbringen und dann matching wir das genauso.
00:44:38: Deine Meinung und meine Studien könnten gute Freunde werden.
00:44:41: Absolut,
00:44:42: aber normalerweise im Private Life sind Julius nicht so aufgeteilt.
00:44:47: Und Julis ist auch nicht der Studienvorleser und der sachliche Typ sondern in der Regel sehr emotional... Stimmt überhaupt nicht!
00:44:55: ...auch mal angenehm impulsiv.
00:44:56: Wir
00:44:57: haben nicht schwarz!
00:44:58: So Ja, Schatz.
00:44:59: Bis zum nächsten Mal!
00:45:00: Tschüss!
00:45:01: Was gewohnt?
00:45:01: Das
00:45:02: ist ein Podcast.
00:45:03: Tschüss... Viel Spaß noch am Strand oder in den Bergen oder auf Balkonien.
00:45:09: Oder bei der Arbeit.
00:45:10: Genau.
00:45:10: Es gibt
00:45:11: ja Leute, die müssen weiter
00:45:11: arbeiten.
00:45:12: Vielleicht trifft ihr da jemanden.
00:45:13: Oh, viel Spaß damit.
00:45:14: Ich liebe sie nicht mehr.
00:45:16: Sie behandelt mich wie Dreck Früher lieb dich nicht so sehr wie sie.
00:45:19: Jetzt will ich nur noch weg Katte immer zu und quält mich bis aufs Blut.
00:45:24: Ganz egal was sich auch tut Sie findet es nicht gut.
00:45:30: Das war
00:45:48: eine weitere Folge vom Good Cars.
00:45:50: Schön, dass du heute wieder dabei gewesen bist!
00:45:51: Ich hoffe, du konntest etwas für dich mitnehmen das dir stärkt?
00:45:54: inspiriert oder einfach nur gut für dich ist.
00:45:57: Wenn ich etwas bewegt habe, oder du Gedanken teilen möchtest schreib mir gerne.
00:46:00: Ich freue mich von dir zu hören oder zu lesen und wenn ihr der Gutkast gefällt erzieht gerne deinen Freundinnen davon.
00:46:06: Oder hinterlass eine Bewertung.
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00:46:09: Nimm die Zeit für Dich.
00:46:10: Atmet tief durch Du machst das richtig.
00:46:12: Bis bald Dein Julius.
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