#158 Goodcast - Caroline Weimann - JoinPolitics - Die Welt bleibt nicht von allein besser
Shownotes
„Es ist nicht deine Schuld, dass die Welt ist, wie sie ist. Es wär nur deine Schuld, wenn sie so bleibt.“ Aber wie können wir die Welt besser verändern? Genau da setzt JoinPolitics an. In der 158. Folge vom Goodcast spricht Julius mit Caroline Weimann, der Gründerin von JoinPolitics. JoinPolitics ist eine gemeinnützige Organisation mit Sitz in Berlin. Ihr Ziel ist es, die Demokratie zu stärken und den Politikbetrieb zu modernisieren. Dafür findet, fördert und vernetzt JoinPolitics politische Talente mit dem Potenzial, Politik mit neuen Ideen wirksam zu gestalten. Gerade heute ist diese Arbeit wichtiger denn je. Ein Gespräch voller Inspiration, Mut und Schaffenskraft, in Zeiten von politischen Unruhen oder wie es die Ärzte sagen würden: "Glaub keinem, der dir sagt, dass du nichts verändern kannst. Die, die das behaupten, haben nur vor Veränderung Angst. Es sind dieselben, die erklären, es sei gut so, wie es ist. Und wenn du etwas ändern willst, dann bist du automatisch Terrorist."
Eine Produktion von MAKIKO* für die Viva Equality gemeinnützige UG
Gastgeber: Julius Bertram
Mitarbeit: Tilman Perez
Produktion: MAKIKO*
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00:00:06: Hallo und herzlich willkommen!
00:00:08: Das ist der Gutkast.
00:00:09: Und ich freue mich sehr, dass du eingeschaltet hast.
00:00:11: Mein Name ist Julius Bertrandt und heute bei mir zu Gast ist Karoline Weimandt.
00:00:16: Karoline ist Gründerin und Geschäftsführerin von JoinPolitics und es steckt schon im Namen.
00:00:21: Join Politics hat sich zur Aufgabe gemacht das Menschen in die Politik kommen total abgefahren.
00:00:27: Das ist ein super spannendes Thema weil eigentlich müsste es ja so sein, dass Politik so niedrigschwellig ist, dass man einfach mitmachen kann, dass einfach jeder sagen kann hey Ich möchte mitgestalten, aber ganz so einfach ist es offenbar nicht.
00:00:39: die Eintrittshürden sind da.
00:00:40: Der Job darüber werden wir sprechen.
00:00:42: was eigentlich der Job von Politikerinnen?
00:00:44: Aber der Job wird auch anders.
00:00:47: er hat sich über die letzten Jahre verändert und Joint Politics hilft Menschen dort einen guten einen besseren Zugang zu finden.
00:00:54: über Kontakte über Weiterbildung über Ausbildungen über ein Programm und vielleicht Das werden wir am Ende noch ausleuchten.
00:01:00: Vielleicht sogar mit ein bisschen Geld?
00:01:02: Ich finde, dass das ein sehr interessantes Thema ist.
00:01:03: Wir haben spannende Wahlen im Herbst vor der Brust und wissen selber nicht so richtig wo da die Reise hingeht.
00:01:09: Es braucht also mehr Menschen in Politik.
00:01:11: Es brauchen auch Menschen, die sich für Politik begeistern.
00:01:14: Deswegen wünsche ich dir ganz viel Spaß bei diesem schönen Interview mit Caroline Weimann von Journal Politics!
00:01:20: Wie immer denkt daran, erzähle vielen Menschen davon und teile diesen Podcast damit noch mehr Menschen davon erfahren.
00:01:26: Jetzt geht's los, viel Spaß.
00:01:32: Herzlich Willkommen im Gutkast.
00:01:33: Schön, dass ich da sein kann!
00:01:34: Wir haben gerade eben ganz kurz darüber gesprochen das wir eine ganze Weile gebraucht haben um dieses Gespräch einzutüten aus unterschiedlichen Gründen.
00:01:41: Seit du hast gesagt, dreiundzwanzig ist glaube ich sie vierundzwantig.
00:01:43: ganz so lange ist nicht.
00:01:44: Aber es sind ungefähr zwei Jahre.
00:01:46: Was hat sich in der Zeit verändert?
00:01:48: Es hat sich sehr viel verändert auf politischer Ebene, auf Organisationsebene und auf privater Ebene.
00:01:54: ... um hinten anzufangen, ist meine erste Tochter geboren.
00:01:59: ... ist unsere Organisation Joint Politics unglaublich gewachsen.
00:02:07: Wir haben uns verdoppelt in der Zeit und die gesellschaftlichen politischen Herausforderungen.
00:02:13: Ich weiß gar nicht, ob man verdoppelt sagen kann sind auf jeden Fall drastisch gewachsen.
00:02:17: Wir haben eine vorgezogene Bundestagswahl gehabt mittendrin alle möglichen politischen Ereignisse die sich überschlagen haben und insofern ist da sehr viel los gewesen.
00:02:27: um so mehr freue ich mich dass wir jetzt zusammenkommen und miteinander sprechen
00:02:30: mit deiner Join-Politics Brille.
00:02:32: was würdest du sagen?
00:02:33: sind die Eregnisse die euch am meisten beeinflusst haben?
00:02:36: seit zwanzig dreiundzwanzig also ich habe John Politics ja zwei tausend neunzehn gegründet dass vor dem Hintergrund von erstarkenden antidemokratischen Akteuren in Deutschland, vor dem hintergrund der Analyse das der Job der Politikerinnen immer herausfordernder wird.
00:02:56: Dass wir mehr Talente und neue Ideen frischen Wind in der Politik brauchen.
00:03:01: Der Ansatz war es auch nicht neu.
00:03:03: Das hat sich schon ein paar Jahre vorher oder ist hat in mir gegärt.
00:03:08: diese Erkenntnis Auch die Ideen und die Emotionen sag ich auch mal, die dann letztlich zur Gründung von John Politics geführt haben.
00:03:18: Und die Situation hat sich letztlich nicht verändert.
00:03:21: sie hat sich natürlich zugespitzt.
00:03:23: das Vertrauen in die Parteien ist weiter gesunken seit zwanzig dreiundzwanzig.
00:03:28: auch Die Herausforderungen sind größer geworden.
00:03:32: die Fähigkeiten von Politikern Politikerinnen oder die Das Bedürfnis für mehr überparteiliche und lösungsorientierte Zusammenarbeit ist noch mal drastisch gestiegen.
00:03:43: Und das führt natürlich einfach dazu, dass unsere Missionen unser Auftrag bei Jump Politics einfach nochmal größer geworden
00:03:50: ist.".
00:03:51: Du hast es jetzt ganz am Anfang, hast du das gesagt?
00:03:54: Und hast kurz über den Job von Politikerinnen gesprochen.
00:03:58: Was is denn der Job vom
00:03:59: Politikerin?".
00:04:01: Der Job von Politikerinnen ist es meines Erachtens nicht nur uns politisch zu vertreten, sondern auch Lösungen zu formulieren.
00:04:08: Ideen und Visionen zu formuliern wie eine bessere Zukunft in Deutschland, Europa und auf der Welt aussehen kann.
00:04:14: Ich glaube eine zentrale Aufgabe von Politikern ist es auch solche Visionen formulieren zu können und konkrete Umsetzungsschritte zu definieren und eben gemeinsam dann auch mit Kompromissen und allem was dazugehört Politik umzusetzen, Lösungen umzusetzten und die Gesellschaft dafür damit mitzunehmen.
00:04:36: Ich meinte das mehr auf so einer praktisch ganz praktischen Ebene weil ihr habt ja viel Kontakt zum Menschen, die in Politik sind.
00:04:42: deswegen so ganz praktisch was macht ein Politiker den ganzen Tag oder eine Politikerin?
00:04:46: Das hängt natürlich ganz von der Ebene ab!
00:04:48: Okay warte dann mach ich dir einfach sagen wir eine Landespolitikerin
00:04:51: Ja ich mache vielleicht drei Ebenen.
00:04:54: tatsächlich auch Wir haben Leute unterstützt und arbeiten mit ihnen zusammen, die jetzt auf der kommunalen Ebene aktiv sind.
00:05:03: Eines unserer prominentesten Beispiele ist Luca Pivotta, prominent sage ich weil er natürlich auch viel in den Medien präsent ist, in der Tagesschau auftaucht.
00:05:15: vor zwei Wochen saß er bei Karen Mioska Und er schildert da, glaube ich ganz eindrücklich wie Politik vor Ort aussieht.
00:05:22: Das ist wirklich auch ganz handfest von Rathäuser anmalen sich mit den Bürgern und Bürgerinnen zusammensetzen und gemeinsam zu überlegen, wie sie ihre Stadt- und Region lebenswerter machen.
00:05:40: Und dann natürlich die politischen Diskussionen darüber zu führen.
00:05:43: Aber das ist ... Natürlich ein Beispiel vom Job des Politikers, der sehr nah an den Bürgern und Bürgerinnen dran ist.
00:05:51: Das sind wir übrigens lustig!
00:05:52: Ich hab vorhin im Podcast von dir gehört als ich mich vorbereitet habe... ...und da hast du auch über Lukapi Vorder geredet?
00:05:56: Und das war aber lange bevor die mediale Aufmerksamkeit hatte, die er jetzt bekommen hat.
00:06:03: Und das finde ich total spannend weil der ist mir auch direkt eingefallen.
00:06:06: Und es
00:06:06: ist mega abgefahren wieder so in den letzten vier Monaten.
00:06:09: So würde ich den Zeitraum für mich umreißen wie damit einmal durch die Decke gegangen
00:06:11: ist.
00:06:12: Wir haben Luca Pivotta, anfangs zu fördern und zu unterstützen.
00:06:18: Wir haben ihn kennengelernt.
00:06:19: Das war über eine Veranstaltung von ZYX, von der Zeit organisiert wo er dann im Anschluss auf uns zugekommen ist und seine Ideen vorgestellt hat, die damals noch ganz anders aussahen.
00:06:34: Was heißt ganz anders?
00:06:35: Aber er hatte letztlich auch Ideen für eine neue Parteigründung vor Ort.
00:06:39: Die hat er dann auch gegründet.
00:06:41: Er kommt aus einer Region wo er sagt da hängen nur noch AfD- und NPD-Plakate.
00:06:46: Die klassischen etablierten Parteien wie SPD, CDU sind zu wenig präsent.
00:06:51: Und der hat einfach das Bedürfnis gesehen, vor Ort was Neues zu gründen aber eben nicht nur ne Partei zu grünen sondern auch neue Wege des gesellschaftlichen Engagements zu finden, um die Menschen wieder an Politik heranzuführen.
00:07:06: Weil er sagt, wenn ich denen mit Partei komme, schlagen sie die Hände über den Kopf zusammen und laufen weg.
00:07:10: Aber was er gegründet hat ist eine Kulturallianz, wo er es geschafft hat, mit sehr vielen Menschen in ein gesellschaftliches Engagement zu kommen.
00:07:20: Und dadurch ja auch irgendwie ... ein neues Gefühl der Selbstwirksamkeit entsteht und die Menschen auch wieder an politisches Engagement herangeführt werden können.
00:07:30: Und das ist natürlich seit Jahrzehnte ganz beeindruckend, wie Luca sich da entwickelt hat.
00:07:36: Die verschiedensten Ansätze getestet hat weiterentwickelt.
00:07:40: Was ihn ausmacht, ist einfach eine wahnsinnige Umsetzungstärke und Resilienz da dran zu bleiben.
00:07:46: Und er hat tatsächlich große Visionen und kommt da Schritt für Schritt weiter hin.
00:07:51: Ein anderes Beispiel vielleicht auf der Landesebene?
00:07:54: Wir haben Birte Glissmann unterstützt.
00:07:56: Sie war vorher Staatsanwältin ... und hat es da in ihrer Rolle als Staatsanwältin häufiger auf Streifen mit der Polizei mitgefahren.
00:08:03: Und hat erlebt, wie die Arbeitsbedingungen und Rahmenbedingung für die Polizei auch sind?
00:08:09: Wie wenig digital gearbeitet wird das zum Beispiel Fotos vom Tatort gemacht werden oder über ... Weil die Tools dafür fehlen dann über WhatsApp- und amerikanische Server zurück an die Dienststelle gehen.
00:08:20: Sie hat da einfach Rahmenbedienungen gesehen und gesagt, dass ist nicht tragbar, müssen wir verändern.
00:08:25: Wir wissen eine sogenannte Cyberhundertschaft.
00:08:28: Das ist ein Landesthema, dass sie gesagt hat, das gehe ich an.
00:08:32: In welchem Bundesland?
00:08:33: Sie ist in Schleswig-Holstein hat sich dann auch entschieden, zu kandidieren in Schleswig-Holstein und hat dieses Thema tatsächlich auch noch sehr stark während ihres Wahlkampfes weiter vorangetrieben.
00:08:45: Auch mit überparteilicher Unterstützung umgesetzt.
00:08:49: Und ist dann tatsächlich gewählt worden war auch ... Sie ist dann auch im Koalitionsverhandlungen bei den Themen gelandet, konnte natürlich eins zu eins das was sie gelernt hatte irgendwie auch mit ihnen die Koalationsverhandlung einbringen so dass es zumindest schon beim Koalisionsverhandling und sie sich dann auch in ihrer Arbeit im Landesparlament dafür einsetzen kann, dass das da noch umgesetzt wird.
00:09:11: Bundesebene?
00:09:12: Bundes-Ebene.
00:09:14: Verena Huberts ist, glaube ich unser Prominentistis.
00:09:16: Beispiel die wir interessanterweise auch in unserer allerersten offiziellen Kohorte mit Luca Piwoda damals unterstützt haben jetzt sich auch bei John Politics beworben mit einem Thema das ihr sehr am Herzen liegt.
00:09:26: sie nannte des Zukunfts von zwei Punkt Null.
00:09:28: da ging es darum bessere ja bessere Rahmenbedingungen für Investitionen in Deutschland zu schaffen aber damit auch ein Problem zu lösen und zwar die große Rentenproblematik die wir haben die natürlich auch damals im Wahlkampf keiner der der etablierten Politikerinnen oder Parteien nach vorne stellen wollte.
00:09:46: Sie hat das getan, sie hat damals auch eine überparteiliche Kampagne dazu gemacht ist dann auch im Bundestag gelandet wie wir wissen inzwischen Bundesbauministerin.
00:09:55: aber das Thema hat sich nie losgelassen und es weiter vorangetrieben und letzten Dezember wurde der Deutschlandfonds verabschiedet, was letztlich ein Konzept ist.
00:10:06: Das auf ihrem Konzept des Zukunftsfonds II.
00:10:10: Null auch basiert und damit auch ein Instrument auf Bundesebene geschaffen um letztlich genau diese Investitionslogiken staatliche Investitionen in Start-up und Innovationsförderung in Deutschland auch umzusetzen.
00:10:23: D.h.,
00:10:23: die Leute kommen schon mit einem sehr konkreten Thema bei euch an?
00:10:25: Die Leute kommen tatsächlich alle mit einem Thema bei uns an.
00:10:28: Wir haben natürlich auch einen Vielfalt an Themen also sind jetzt keine Äh... nicht singulär auf einen Thema.
00:10:34: Ich glaube, dann würden sie auch keine guten Politiker werden wenn es nur ein Thema ist das die antreibt.
00:10:39: aber Sie haben alle starke Themen weshalb Sie sagen und auch eine intrinsische Motivation.
00:10:45: wir sagen deshalb gehe ich auch in die Politik.
00:10:46: das sind Dinge die ich verändern möchte.
00:10:48: Aber es sind nicht nur einzelne Themen sondern tatsächlich auch Ein starker Wille Politik zu transformieren weil alle auch sehen politik und politische strukturen müssen sich verändern um zukunftsfähig zu sein.
00:11:01: Wir müssen in der Lage sein, mehr überparteilig zu kooperieren.
00:11:05: Deshalb kommen die auch zu JoinPolitics weil sie wissen da finden Sie eine Community an Politikern oder künftigen Politikerinnen und anderen Personen drum herum, die wirklich dezidiert am überparteilichen Austausch interessiert sind um dann bessere Lösungen noch zu entwickeln, die dann auch Mehrheiten mehrheitsfähig sind und Umsetzung eine Chance auf Umsetzung haben.
00:11:24: also alle haben diesen Antrieb und das schweißt sie auch zusammen über Parteigrenzen hinweg auch letztlich die Stärke des John Politics-Netzwerkes aus.
00:11:33: Von wie vielen Leuten reden wir ungefähr in eurem Netzwerk?
00:11:35: Wir fördern, wir machen zwei Talentkohorten pro Jahr wo wir maximal zehn Leute aufnehmen.
00:11:42: das heißt es ist schon eine gezielte Individualförderung im Sinne.
00:11:46: also wir sagen nicht wir haben pro Jahr hundert Plätze sondern gehen wirklich raus und sagen, wir suchen diese außergewöhnlichen Menschen.
00:11:53: Von denen wir glauben, dass sie nicht nur Ideen haben, sondern auch die Persönlichkeit um politische Veränderungen voranzutreiben.
00:11:59: Siehe Luca Pivotta zwar noch sehr frühfallsig aber irgendwie war das schon klar.
00:12:04: der hat so viel Drive und alles, dass wir glauben da aus dem wird was großes.
00:12:10: Wir haben inzwischen über neunzig Talente in diesem sehr gezielten Programm gefördert die nicht so intensiv sind.
00:12:23: Dann könnte man sagen, ein Prozent eurer Teilnehmenden wird am Ende Bauministerin oder Ministerin?
00:12:28: Das kann man glaube ich so gar nicht sagen.
00:12:32: Ich
00:12:32: habe das von der Gegend schon neunzig Leute, es ist sogar noch besser die Quote als eins auf Neunzig!
00:12:35: Genau, ich glaube es wäre schwierig gewesen jetzt mehr Bundesbauminister zu haben in der Zeit.
00:12:41: Natürlich ist unser Anspruch irgendwann auch die künftige Kanzlerin oder den künktigen Kanzler zu finden und mich auch zufrieden wenn es erst mal nur einer ist.
00:12:48: aber ich werde tatsächlich auch sehr zufriedEN wenn wir ganz viele Lukas identifizieren und wenn Luca Mit seiner Sichtbarkeit, die er inzwischen hat.
00:12:55: Auch andere Menschen in Deutschland motiviert es ihm gleich zu tun und auch sagen so der Ister Jung, der packt das.
00:13:01: ich kann doch auch bei mir vor Ort was bewirken.
00:13:04: Und deshalb ist glaube ich wichtig wir suchen zwar Individuen aus aber individuell mit Strahlkraft und die die auch Interesse daran haben und in der Lage sind weitere zu motivieren und auch Vorbilder sind.
00:13:16: Das heißt genau der Ripple on effect wie man so schön sagt.
00:13:20: auf englisch ist uns da auch ganz wichtig
00:13:21: Wie viele Leute bewerben sich auf so eine Kohorte, wenn ihr die macht?
00:13:24: Wir
00:13:24: haben eigentlich immer eine ähnliche Anzahl an Bewerbungen.
00:13:26: Das sind so um die Hundertdreißig pro Bewerbung und dann haben wir einen sehr intensiven Auswahlprozess.
00:13:32: Die Leute bemerben sich...
00:13:33: Das würde ich gern verstehen.
00:13:34: Sie sagst ein intensiver Auswahl-Prozess weil das was ich jetzt verstanden habe ist dass sie eher auf Qualität als auf Quantität setzt.
00:13:39: Und am Ende seid ihr da können wir gleich noch darüber reden.
00:13:42: es muss dich ja irgendwie finanzieren.
00:13:43: Am Ende müsst ihr irgendeine Form von Wirk nach weiß Ich würd das gar nicht so eng fassen Aber ihr braucht eine Form von Erfolg, was ihr vorzeigen könnt.
00:13:53: D.h.,
00:13:53: ihr müsst ja schon ein relativ guter Annahme haben, wer von diesen Leuten am Ende ...
00:13:58: Kanzler wird?
00:13:59: Na ja, erfolgreich wird auf dem Pfad den die Person eingeschlagen hat.
00:14:04: Genau also das ist tatsächlich einer der herausfordernden Aufgaben, die wir haben.
00:14:10: aber wir haben sehr ... Strukturierten und guten Prozess, wie wir dann von diesen Hundertdreißig Bewerbungen ... Und man muss ja dazusagen.
00:14:18: Vorher haben wir noch hunderte von anderen Gesprächen geführt.
00:14:21: Von Leuten die sich nicht beworben haben, weil sie gemerkt haben, das Programm ist vielleicht gar nicht das richtige für mich.
00:14:27: Die Bewerberinnen und Bewerbereichen einen sogenannten Political Impact Plan ein?
00:14:32: Das ist ein ... Ja!
00:14:34: wie so ein Businessplan für Politik.
00:14:36: In anderen Worten, sie müssen in diesem Wirkungsplan ihre Vision darstellen.
00:14:41: das kann über die Politik in zwanzig Jahren aussieht es kann aber auch sehr konkret sein.
00:14:45: zu einem Thema ich wünsche mir dass Bildungspolitik in zehn Jahren da dahin gekommen ist und dann müssen sie in der Lage sein, auch das auf konkrete Schritte runterzubrechen und in konkrete Vorhaben, sag ich mal.
00:14:59: Vorhabem heißt nicht Sie müssen ein Verein gründen und irgendwie da eine riesige Initiative aufbauen aber Sie müssen einen Plan haben wie Sie die... wie Sie dieses Thema vorantreiben.
00:15:08: Okay,
00:15:08: sie müssen intelligent genug sein, um es zu abstreichieren, wo sie in Bayern stehen wollen?
00:15:12: So verstehe ich das
00:15:12: ... Sie müssen
00:15:13: genau einen Plan vorlegen!
00:15:15: Sie müssen planvorlegen und zwar nicht nur, wo Sie persönlich stehen wollen in drei, vier, fünf Jahren sondern auch was Sie thematisch voranbringen wollen Und da können wir als John Politics tatsächlich auch besonders gut unterstützen auf beiden Schienen tatsächlich Was die persönliche Entwicklung angeht aber auch was ihre inhaltlichen Themen sind weiter ausarbeiten, wie sie es schaffen da verschiedenste Perspektiven mit einzubinden.
00:15:39: Wir haben auch ein großes Netzwerk an Coaches und Mentoren so genannten Fellows die aus Politikwirtschaft, Zivilgesellschaft kommen und dafür da sind noch mal so Sparing zu machen oder?
00:15:48: Unter anderem Julius von der La.
00:15:50: Der Vater von einem Mädchen ist das mit meinem Sohn zusammen in die Klasse geht Und dann sehen wir uns immer und freuen uns immer dass wir beide Julius heißen
00:16:00: Sehr schön.
00:16:01: Julius hat auch noch andere Stärken als seinen Namen, Julius hat ja die Campaigning Academy in Berlin gegründet ist unter anderem dafür bekannt weil er im Wahlkampf von Barack Obama mitgearbeitet hat.
00:16:16: und ich finde wenn man die Augen schließt und Julius zuhört dann hat man das Gefühl, Barack Obama spricht mit einem ... Nee aber er ist natürlich ein herausragender Kampagnenstrategie- und Kommunikator ist bei John Politics eigentlich seit Beginn an dabei unter anderem als Fellow und macht Campaigning Bootcams mit unseren Talenten.
00:16:39: Und arbeitet mit ihnen daran, ihre Geschichte auch auszuarbeiten.
00:16:42: Kann ich mich da mal reinmogeln in so ein Campaigning-Bootcamp?
00:16:43: Hätte ich voll Interesse dran!
00:16:44: Du
00:16:45: siehst ja Julius regelmäßig dann frag ihn mal.
00:16:47: Guter Punkt Also ich hab jetzt verstanden, die Leute bewerben sich bei euch.
00:16:51: Ihr geht diese Bewerbung durch, sie müssen dieses PIP, die Abkürzung habe ich mir gemerkt.
00:16:55: Sie müssen das verfassen und zeitlich frage ich mich wie stellt ihr sicher dass das keine homogene Masse wird?
00:17:00: Weil ich muss ja einen gewissen Intellekt mitbringen.
00:17:03: wahrscheinlich ist es auch so dass Leute aus bestimmten sozialen Schichten eher... dem Zuge neigt sind, sich bei euch zu bewerben.
00:17:09: Das einso reichen und gleichzeitig wollt ihr sehr wahrscheinlich davon geh ich jetzt mal unterstelle ich dir das ist möglichst heterogenisch nicht homogen.
00:17:15: wie stellt dich das sicher dass hier nicht genau die dies eben vielleicht nicht können direkt beim Start weg sortiert?
00:17:19: Stimmt da waren wir eben stehen geblieben beim Pip.
00:17:21: das ist auch nur der erste Schritt in der Bewerbung.
00:17:23: okay wir merken meine Frage wie stellen die zurück?
00:17:26: Nein, wir haben tatsächlich und das ist dann auch gleich eine Antwort auf die Frage.
00:17:30: Wir haben dann eine Reihe an Gesprächen und Interviews mit den Personen und da geht es uns wirklich darum, die Menschen hinter der Idee kennenzulernen zu verstehen, was treibt sie an?
00:17:39: Aber auch was für eine Persönlichkeit bringen die mit.
00:17:41: Und da geht es gar nicht irgendwie um Herkunftsintellekt oder sonst wie sondern tatsächlich um diese persönlichen Eigenschaften.
00:17:46: natürlich musste das politische System irgendwie verstehen und nicht ganz am Anfang anfangen.
00:17:53: aber vor allem geht's darum dass Sie Umsetzungsstärke mitbringen, dass wir glauben, dass sie sich da auch durchsetzen können.
00:18:00: Dass die auch Integrität und Haltung mitbringen.
00:18:02: also da schauen wir natürlich auch sehr stark drauf welche Werte sind machen die Menschen aus?
00:18:08: Und genau am Ende des Tages haben wir dann einen großen Auswahltag in Berlin wo die vielversprechendsten Kandidaten und Kandidatinnen auch anreisen und das heißt Julius ist auch sehr lange dann im Auswahlkomitee mit drin immer ein Gremium von mehreren Personen, die auch verschiedenste politische Perspektiven und Erfahrungen und Hintergründe mitbringen.
00:18:29: Um dann zu evaluieren, glauben wir an die Personen?
00:18:32: Dass sie schon Politics-Talent sind, dass sie diese Werte mitbringen, dass Sie das Potenzial haben, Politik weiterzuentwickeln, zu modernisieren, Themen voranzubringen, die schwierig sind ... Und dann werden die Personen ausgewählt und in so eine Talentförderung aufgenommen.
00:18:47: Wie stellen wir ... Diversität sicher.
00:18:51: Wir.
00:18:51: uns ist natürlich bewusst, dass jeder gewisse Bias es hat.
00:18:55: Deshalb schauen wir im Bewerbungsprozess und dann auch im Talent-Komitee, im Auswahlkomitee am Schluss das wir da eine möglichst große Diversitiet haben.
00:19:02: Und Diversitet gilt in vielerlei Hinsicht.
00:19:07: was uns besonders wichtig ist dieses Thema Überparteiligkeit.
00:19:10: Wir wollen das in unseren Kohorten und über die Kohortenen weg auch ne parteipolitische Diversitat gegeben.
00:19:17: Darum geht es uns im Kern auch, dass wir Menschen zusammenbringen.
00:19:21: Und sie unterstützen überparteilicher zu denken und zu agieren sich in andere Perspektiven reinzudenken ihre Ideen und Vorschläge noch mal umzuformulieren und so zu gemeinsamen Lösungen kommen.
00:19:32: das ist ein zentraler Aspekt unseres Programms und deshalb haben wir das auch strukturell bei uns eingebaut Dass wir Diversität da an der Stelle sicherstellen.
00:19:40: Gut jetzt ich unterstelle Ich wurde aufgenommen ich bin jetzt Teil des der Kohorte.
00:19:45: Was bekomme ich dann?
00:19:46: Eine ganze Reihe an Angeboten, Trainings.
00:19:50: Wir haben zum Beispiel Julius van der Laam macht immer Campaigning-Bootcamp... Du müssen
00:19:53: da wieder wegkommen!
00:19:55: Ich habe auch noch andere Leute gesehen aber er ist mir natürlich direkt ins Auge gestorben.
00:19:57: Nein wir haben natürlich eine ganze Vielfalt an Personen.
00:20:00: ich komme gerade aus einem Talent Bootcamp zurück mit unserer neuen Cohorte und wir haben mit Julius gearbeitet mit einer Co-tin gearbeitet, wo es nochmal um wertebasierte Führungen ging.
00:20:14: Und jeder auch die Möglichkeit hatte noch mal selbst zu reflektieren was die eigenen Werte sind aber was man auch selber braucht um wirklich effektiv zu arbeiten wie man auch gesund und resilient in diese herausfordernden Zeiten reingeht im politischen Betrieb.
00:20:29: Dann hatten wir einen Strategie Workshop Mit einem unserer Fellows, wo's darum ging diese Ideen einmal auszuformulieren, Visionen konkrete Umsetzungsschritte aber auch eine konkrete Planung für die nächsten ein zwei Jahre zu machen.
00:20:44: Weil natürlich hat uns jeder was eingereicht in der Bewerbung.
00:20:47: Aber man kann immer noch daran weiterarbeiten und wir hatten Journalisten da und haben über Journalismus gesprochen.
00:20:53: Was sind da Dinge die man berücksichtigen sollte wenn man Interview mit einem Journalisten führt?
00:20:59: oder Und dann viele tatsächlich Diskussionsrunden, weil wir immer wieder feststellen dass die Personen, die wir fördern und die Talente unglaublich viel voneinander lernen können in der Diskussion miteinander.
00:21:13: Weil einfach alle sehr unterschiedliche Hintergründe haben nicht nur parteipolitisch sondern auch regional von der Ebene her ne?
00:21:18: Von kommunaler bis bundesebene.
00:21:20: und genau sind da alle sehr... sehr motiviert und gestärkt rausgegangen aus dem Bootcamp.
00:21:26: Das war der Start einer Kohorte, dann geht es noch weiter.
00:21:28: Wir haben alle möglichen digitalen Formate noch und stellen uns natürlich immer die Frage was brauchen eigentlich unsere Politiker der Zukunft?
00:21:37: Sei es im Bereich KI-Technologie aber auch andere Themen.
00:21:41: Und da entwickeln wir unser Angebot stetig weiter.
00:21:45: Ich will nur ganz kurz stören, denn für den Moment heißt es statt Join Politics, join good cast.
00:21:50: Du kannst uns unterstützen!
00:21:52: Es gibt eine Steady Page und mit einem kleinen Beitrag der bei fünf Euro beginnen kannst du unsere Arbeit unterstützen damit wir weiter diesen Podcast machen können und weiter so tollen Menschen wie Karoline Weimar ne Stimme geben können.
00:22:04: also jetzt gehts weiter.
00:22:07: Das ist ähm dann du das erzählst nicht findest total großartig geht mir irgendwie auf dass es natürlich auch ein Fehler in diesem System is dass man Leute quasi Politik ready machen muss, damit sie teilhaben können an diesem System.
00:22:19: Weil so ist es ja eigentlich nicht veranlagt, dass alle Leute teilhabend sollten und trotzdem ich hab das jetzt nicht vor Augen aber es waren doch ganz erhebliche Anteile von Anwälten, Anwältinnen, Rechtsanwälte die immer noch im Bundestag sitzen.
00:22:30: Es ist immer auch überdurchschnittlich viel weiß Ich glaube auch immer noch überdurschnittlicher männlich wenn ich das richtig vor Augen habe Und irgendwie trotzdem immer noch ein closed job.
00:22:37: So wie schrägt das?
00:22:38: Das nach wie vor so ist!
00:22:40: Ich glaub das eine der größten Herausforderungen die wir haben also das eine is Wer traut sich, überhaupt reinzugehen?
00:22:47: Weil viele drüber nachdenken.
00:22:49: Das wirkt wie so ein closed shop und man denkt ich hab weder Zeit noch Geld, die Möglichkeiten mich da einzubringen.
00:22:55: Das ist tatsächlich auch einen Punkt wo wir ansetzen.
00:22:59: Die Leute die Potenzial haben da draußen müssen da auch rein das heißt wer am anderen Weg letztlich auch Zugänge zu schaffen und hoffentlich dazu zu führen dass mehr von den Personen die es dann mit uns manchmal über Themen erst probieren und ihren Weg wirklich in die Politik finden.
00:23:12: Das andere ist natürlich, wenn du dann einmal drin bist, müssen die Strukturen auch so sein.
00:23:19: Dass sie die talentierten und vielversprechenden Menschen noch besser unterstützen.
00:23:25: Und das meine ich in zweierlei Hinsicht, dass Menschen, die das Potenzial haben, dann auch tatsächlich die Chance bekommen, in überschaubarer Zeit an relevante Stellen zu kommen.
00:23:38: Und andererseits aber auch die Menschen, können auch schon wesentlich länger in Parteien sein und wahnsinnig motiviert sein.
00:23:45: Auch da fehlt es häufig an Unterstützung für diejenigen, die sagen hey ich habe hier wirklich einen Anspruch Politik zu gestalten und durchaus auch in manchen Dingen zu verändern.
00:23:55: Da fehlts manchmal an Formaten, die ihnen ermöglicht politische Kommunikationen, politische Umsetzung, auch überparteiliches Arbeiten nochmal anders zu denken weiterzuentwickeln.
00:24:09: verschiedene Stellen, wo wir als Jump Politics ansetzen.
00:24:12: Ja spannend vielleicht bewerbe ich mich doch noch demnächst weil das was ich beobachte auf der einen Seite ist es ja genau mein Job also ich bin bei uns die Person die fürs Lobbying zuständig ist.
00:24:20: das heißt jetzt keine Berührungsängste mit Politik weil ich regelmäßig durch den Landtag und im Bundestag laufe und dort mit den unterschiedlichen Abgeordneten Sprecher.
00:24:27: Ich bin tatsächlich auch Parteimitglied und gleichzeitig bin ich in den letzten Jahren immer davor zurückgeschreckt mich wirklich richtig parteipolitisch zu engagieren.
00:24:38: Mir fehlt tatsächlich der konkrete Punkt, um anzusetzen.
00:24:43: Und ich weiß nicht ob du die Wahlergebnisse in Charlottenburg-Wilmersdorf vor Augen hast?
00:24:48: Ich sag mal so, die Partei deren Mitglied, ich bin... Sieht hier eher schlecht aus und das ist dann schon direkt so, dass es sich bei mir die Frage stellt.
00:24:54: Okay, das ist viel Zeit!
00:24:55: Nicht sehr, da geht wirklich viel Zeit rein wenn du das wirklich ernst meinst.
00:25:00: Warum sollte ich diese Zeit einbringen?
00:25:02: wenn das Ergebnis im Grunde vorhersehbar ist.
00:25:04: Das ist es für Charlottenburg-Wilmersdorf leider wirklich?
00:25:06: Ganz wichtig, um das alles auf sich zu nehmen, braucht man auch seinen Purpose und den why, warum man da reingeht in die Politik.
00:25:12: Und ich hab zwei Angebote für dich.
00:25:14: Ich bin so gespannt!
00:25:15: Also
00:25:15: wir haben zwei weitere Formate bei Jump Politics, die wir anbieten.
00:25:19: Das erste sehr niedrigschwellig sind sogenannte PIP Workshops.
00:25:24: Wir haben PIP schon genannt, Political Impact Plan.
00:25:26: Wir sitzen da in verschiedensten Runden zusammen gehen da in bestimmte Regionen oder auch in organisatorische Kontexte, wo wir sehen.
00:25:35: Da ist eigentlich Potenzial.
00:25:36: aber viele Leute die... die sich vielleicht noch nicht, so wie du, diese Einstiegshürde haben.
00:25:41: Dann setzen wir uns hin und machen in Gruppenarbeit ... definieren wir potenzielle politische Themen, die man umsetzen könnte.
00:25:48: Und die Leute arbeiten letztlich an ihrem Why.
00:25:50: Warum würde ich da rein wollen?
00:25:52: Was wären konkrete Wege, das auch politisch umzusetzen?
00:25:55: Man muss ja nicht immer nur einen Amt oder Mandat anstreben.
00:25:57: Man kann andere Wege der politischen Wirksamkeit
00:26:00: ... Du bist
00:26:00: schon Bürgermeisterin.
00:26:02: Ganz klar!
00:26:03: Wenigstens Stadtteilbürgermeisters.
00:26:09: Okay, alles
00:26:17: klar.
00:26:18: Das andere Format, das für dich spannend sein könnte ist der politische Kopfsprung.
00:26:22: Das ist für Menschen die darüber laden schon länger nachdenken in die Politik zu gehen Aber die, die noch aus irgendwelchen Gründen zurückhaltend sind und diesen Sprung nicht machen.
00:26:32: Und letztlich den Sprung auch im Kopf machen müssen.
00:26:35: Das kann sein ... dass du sagst so hier ich hab drei Kinder, ähm ich will aktuell nicht in die Politik.
00:26:42: wie kriege ich das irgendwie alles miteinander in Einklang?
00:26:46: oder ich bin Journalist.
00:26:49: Kann mir vorstellen da reinzugehen aber wenn ich es einmal probiere und Farbe bekenne und mich für eine Partei dann auch entscheide oder damit sichtbar werde, gibt es dann noch einen Weg zurück.
00:27:01: Kann ich den Job des Journalisten ausführen?
00:27:04: Und das sind Fragen die viele Menschen beschäftigen, wo wir über ein langes Wochenende ... auch mit ... Wir starten im Bundestag, reden mit vielen Abgeordneten.
00:27:17: Die von sich aus ganz persönlich berichten, was ihre Fragen zu Beginn waren und wie sie damit den Umgang gefunden haben, sich dann doch entschieden haben in die Politik zu gehen.
00:27:24: Und wir machen das jetzt nämlich zum zweiten Mal.
00:27:27: Beim ersten Mal haben Sie tatsächlich einen Großteil entschieden, dann doch auch zu kandidieren?
00:27:34: und einige arbeiten in Abgeordnetenbüros, andere kandidieren.
00:27:38: Das wäre vielleicht auch was für
00:27:39: dich?
00:27:39: Ich nehm das Angebot an ... Es fällt nicht auf die Sommerferien oder?
00:27:43: Leider ist die Bewerbungsfrist gerade schon vorbei aber ich informiere dich wenn es die nächste Runde gibt.
00:27:49: Weißt du, es gibt so Dinge, die mich wirklich maximal unattraktiv machen.
00:27:53: uns sind Kleinigkeiten als was mich zum Beispiel sagenhaft aufregt seitdem ich in dieser Partei bin, das ist jetzt seit fünf Jahren irgendwie sowas Dass ich mich immer wieder frage, wie kommt man auf die Idee?
00:28:04: Eine Woche vorher zu sagen dass in der wochende Sitzung stattfindet.
00:28:07: Ich sage Leute ey ganz im Ernst es gibt doch Menschen die sind berufstätig.
00:28:10: ich bin noch nicht der einzige wenn ihr wollt das ich siebzehn Uhr auf dem Nachmittag auf den Dienstagnahmen da komme ja dann gebt mir doch die Möglichkeit das anderthalb Monate einzuplan oder wenigstens ein Monat aber doch bitte nicht fünf sechs sieben Tage vor her.
00:28:22: Da fängt's an und Mir fällt noch mehr ein.
00:28:27: Deshalb ist es auch wichtig, dass Menschen wie du reingehen und diese Dinge sagen.
00:28:32: Sei es vorausschauende Planungen oder kann so einen Termin digital stattfinden, damit ich teile nehmen kann?
00:28:38: Mein Eindruck ist, das funktioniert nicht.
00:28:39: Es gibt Menschen, die sich dafür einsetzen, dass sich das verändert.
00:28:42: Ich nenne vielleicht noch ein Beispiel aus dem John-Politics-Kontext Theresa Gröninger in Bremen ... Die Bremer Bürgerschaft ist ja ein Teilzeitparlament.
00:28:50: Also die arbeiten auch alle noch ... Das
00:28:53: ist so krass, wenn das in Hamburg auch so?
00:28:55: Und ich wusste das ganz lange nicht.
00:28:57: und dann hab ich irgendwann mit einem geredet.
00:28:59: So aus dem Gespräch heraus hat er mir dann erzählt, naja, ich geh jetzt gleich noch auf Arbeit.
00:29:02: Ich find's ja mehr, gehst zurück in die Bürgerschacht.
00:29:04: Nee nee, ich hab noch einen richtigen Job!
00:29:06: Dann hab' ich das erst verstanden.
00:29:07: also für die Leute, die es nicht wissen muss man das glaube ich kurz erklären.
00:29:09: Die arbeiten halb halb, die haben einfach einen Job Und darauf hab ich echt großen Respekt, muss ich wirklich sagen.
00:29:16: Zeigt einfach mal wie krass diese Menschen sind!
00:29:20: Ja voll!
00:29:21: Hab ich so krass Respekt vor?
00:29:23: Theresa arbeitet in einem Robotik-Startup und ist eben auch in der Bremer Bürgerschaft und sieht das natürlich dann taktäglich wie Arbeitsweisen im Start up Ablaufen und wie es dann in der Politik abläuft.
00:29:34: Sie hat sich damals bei uns auf Bewerben gesagt, mein Ziel ist das, dass meine Partei die CDU vor Ort irgendwann wieder so cool ist?
00:29:41: Dass wenn ich meiner Freundin sage hey komm doch mal mit!
00:29:44: Dass sie eben auch nicht wieder die Hände auf dem Kopf zusammenschlägt und sagt mach mal deine Sitzung wir treffen uns danach auf ein Bierchen sondern dass die auch Lust haben damit zu machen Und da kann man natürlich ganz viel.
00:29:53: also was sie gemacht hat ist sich umzuschauen Best Practices auch von anderen Parteien anderen Regionen zusammen Wie parteiarbeit wieder in Anführungsstrichen cool gemacht werden kann und Spaß machen kann.
00:30:03: Muss
00:30:03: ich ein bisschen lachen, aber ich find's super gut als Ansatz!
00:30:06: Es braucht einfach ganz viele Menschen wie Theresa die da reingehen und sagen so Ich weiß es ist schwer Aber wir versuchen das gemeinsam zu verändern Und ich hol' die nächsten Leute rein Die mit mir daran arbeiten dass sich das verändert Weil wir meckern immer alle darüber wie sie sind und sagen Das könnte ich mir nicht vorstellen.
00:30:18: Aber wenn wir alles stattdessen sagen würden Gut dann gehen wir halt alle da rein und versuchen was zu ver ändern.
00:30:22: Ich glaub dann kann sich auch etwas verändern.
00:30:27: halben Jahre noch mal gesprochen, weil der hat mich damals angestiftet in eine Partei einzutreten.
00:30:30: Sehr gut!
00:30:30: Und der sagt ja alle Leute sollten in einer Partei eintreten was ich einen total guten Standpunkt finde und ich probiere damit jetzt immer raus zu gehen, Leute zu sagen hey tritt in ne Partei ein, weil dann bist du gezwungen dich mit dem System auseinanderzusetzen.
00:30:40: Es ist unglaublich wie schwierig das ist das Menschen klarzumachen dass es sinnvoll ist.
00:30:45: Und was mir gerade eben auch eingefallen ist.
00:30:46: Ich würde mich sehr viel schneller politisch engagieren.
00:30:49: Ich habe vorhin gesagt meine Frau kommt aus Sachsen-Anhalt.
00:30:51: wenn wir dort wohnen würden würde ich mich sofort politisch Weil da sehe ich auch einen riesengroßen Mehrwert, das zu tun mit Blick auf die... Wir haben vorhin ganz kurz darüber gesprochen.
00:31:00: bei Blick auf Wahlen Sachsen-Anhalt.
00:31:01: Wissen wir was da auf uns zurollt?
00:31:03: Da brauchst du Menschen, die das machen und ich glaube dass sich immer weniger Leute trauen.
00:31:07: Und da würde mir das why sofort dar.
00:31:08: Ich wüsste sofort warum.
00:31:10: Das Fäden im Perlinien sind schwieriger weil ich auch da das geführt habe.
00:31:12: Es ist schon eine krasse Form von Blase auch.
00:31:15: Schon alles sehr geregelt.
00:31:19: Was an der Einstellung problematisch ist, dass du damit aussagst, Sachsen-Anhalt sei ein Einzelfall.
00:31:24: Das ist es nicht!
00:31:25: Natürlich wird uns jetzt in den nächsten Monaten vor Augen geführt wie brenzlig die Lage gerade ist und das wir uns alle einsetzen müssen um unsere Demokratie eine gute Zukunft zu führen.
00:31:38: Aber Sachsen Anhalt ist ja auch nur ein Beispiel von einem Problem, das wir in ganz Deutschland haben.
00:31:44: Und ich glaube, es ist höchste Zeit, dass wirklich alle sich engagieren.
00:31:48: Da ist
00:31:50: ein total guter Punkt.
00:31:52: Ich hab's da so krass vor Augen, weil ich ... Wir waren am Wochenende in unserem Garten und ich hab es einfach vor Ort.
00:31:58: Ich merk's, wenn ich mit den Leuten rede.
00:32:01: Und dann merke ich schon, wenn so'n Bundesland bei forty-fünf Prozent AfD steht, das macht ja auch was mit den Menschen oder die Menschen machen, was mit dieser Wahl ist.
00:32:07: Dann merk ich aber okay, klar brauchst du überall Leute, die sich engagieren?
00:32:12: Aber da brauchst vielleicht noch mal Leute, für die AfD engagieren, sondern für andere Parteien.
00:32:20: Und gleichzeitig ist es natürlich dort auch noch mal herausfordernder?
00:32:24: Also da würde man vielleicht sagen naja hier mach ich's nicht weil ich halte mich lieber raus das ist mir alles viel zu heiß woanders wäre es einfacher in Berlin würde ich mich ja sofort engagieren das ist ja alles noch easy.
00:32:34: also ich glaube...
00:32:35: Ich suche die Gefahr!
00:32:36: Das ist es!
00:32:39: Insofern ab in die Politik.
00:32:41: Ja ähm ich nehme das Join-Politik Du hast ja bis zum Jahr zwei Tausend Neunzehn, du hast ja vorher was anderes gemacht.
00:32:48: Was war der Moment wo du für dich gesagt hast ich hab diesen Gedanken den trage ich schon lange mit mir rum und wie habe ich da so eine Idee?
00:32:54: aber was war es was am Ende dafür gesorgt hat dass du das wirklich gemacht hast?
00:32:58: weil's ist ja ein Kopfsprung dann daraus zu gehen um etwas anders zu machen?
00:33:02: Die Frage ist auf verschiedenen Ebenen zu beantworten.
00:33:05: Das Erste war für mich, ich habe vorher bei der Siemens-Stiftung gearbeitet im Recht Sozialunternehmertum und hab viele Sozialunternehmer in Ostafrika erlebt unterstützt mitgearbeitet.
00:33:15: Und für mich kam, glaub ich so, den politischen Kipppunkt für mich wo ich zurückgeschaut habe auf Deutschland und Europa dann natürlich gesehen habe, Aufstieg von AfD, Brexit.
00:33:28: Erste Wahl von Donald Trump.
00:33:30: Da hab ich gemerkt, das sind nicht nur einzelne Aufreger, es ist ein strukturelles Problem, dass wir da haben und angehen müssen.
00:33:36: Das war der Zeitpunkt, wo auch persönlich angefangen hat mich politisch zu engagieren in verschiedensten Initiativen aktiv war.
00:33:43: Ich bin nicht in eine Partei eingetreten
00:33:46: ... Ja, jetzt wär direkt meine Anschlussfrage gewesen?
00:33:48: Ich hab mir verschiedene angeschaut.
00:33:50: im Endeffekt bin ich froh, nicht eingetreteten zu sein, weil in meiner aktuellen Rolle Das ist tatsächlich manchmal auch ganz hilfreich.
00:33:57: Aber ich hab sehr viel so im vorpolitischen Raum gemacht, ne?
00:34:02: Nach der Wahl von Donald Trump habe ich mit Freunden ein Dialogformat gestartet ähnlich wie Deutschland spricht oder diskutiert mit mir.
00:34:08: Wir haben Aktivierungsbootcamps gemacht zur Europawahl.
00:34:11: das war dann aber auch schon zwanzig neunzehn haben wir in Gruppe mit Project Together zusammen einen großes Bootcamp gemacht zur Wahlaktivierung zu Europawahlen weil natürlich irgendwie sehr berührt waren davon dass dass der Brexit kurz vorher war und wir gesehen haben, wie wenig junge Leute wählen gegangen sind.
00:34:29: Und da eine weitere Entscheidung über ihre Zukunft getroffen wurde.
00:34:33: Sie waren einfach nicht da.
00:34:34: Das wollten wir zur Europawahl verhindern haben.
00:34:36: Wahlkampfstrategien, Influencer ... Content-Creator zusammengerufen und Kampagnen entwickelt, die dann zur Europaval gestartet wurden.
00:34:47: Da hab ich gesehen, okay, da ist so ne Energie im Raum.
00:34:50: Das ist das, was sich aus dem sozialunternehmerischen Kontext vorherkannte.
00:34:53: Ich hab gedacht, da ist ein wahnsinniges Potenzial.
00:34:55: Gleichzeitig habe ich mit Freunden in Parteien und Institutionen gesprochen, die gesagt haben, wir brauchen diese neuen Leute in der Politik.
00:35:01: Wir brauchen die neuen Ideen den frischen Wind ... Da hab ich festgestellt, da is Potenzials Bedarf, aber es findet noch nicht zusammen.
00:35:09: Die Idee hat mich nicht mehr losgelassen.
00:35:11: Wie können wir eine Brücke bauen oder eine zusätzliche Anlaufstelle für Menschen, die politisch ticken neue Ideen haben?
00:35:19: Über die Idee hab ich natürlich mit vielen Menschen gesprochen.
00:35:23: Und ich hab damals an der Härti-School, wo ich eine Executive MPA gemacht habe, zwei Menschen kennengelernt, die dann auch noch gesagt haben, hey wir finden die Idee gut, wir geben dir mal Startkapital dafür.
00:35:33: und das war für mich persönlich der Punkt, da ist Bedarf, das Potenzial ... Ich hab auch noch Geld, keine Ausrede mehr zu tun!
00:35:39: Das war mein politischer Kopfsprung letztlich.
00:35:43: Es war auch noch ne Zeit, wo alles was du im politischen Feld neu gestaltet hast.
00:35:48: Das war zur gleichen Zeit.
00:35:50: Project
00:35:50: Together ist auch ungefähr die Zeit?
00:35:52: Ich glaub, zwei Jahre früher noch ... Aber alles was zu politisch war hat ja schnell mal einen Shitstorm bekommen und hatten natürlich auch Schiss vor.
00:36:00: Und wollten damit dann gut überlegt rausgehen.
00:36:02: aber genau das waren so die Jahre der Aktivierung für mich was meinen Antrieb da angeht.
00:36:10: Ich glaube irgendwie auch dieses Potenzialsehen, dieser unternehmerische Reiz den ich immer habe wenn ich Ideen sehe und Potenzials sehe dann auch irgendwas draus zu machen.
00:36:20: Ich glaube, das was mich so persönlich am meisten berührt hat ist wirklich diese gesellschaftliche Fragmentierung seit twenty-fünfzehn.
00:36:27: Wo wir gesehen haben durch die sogenannte Flüchtlingskrise wie wirklich Gesellschaft auseinandergedriftet ist.
00:36:32: ich habe ein Freundeskreis erlebt wie Freundschaften auseinander gebrochen sind weil wir teilweise nicht mehr in der Lage waren über politische Themen zu diskutieren und das glaube ich so dass... Das was mich persönlich so antreibt und wo ich gemerkt habe Da braucht's einfach auch neue Ansätze in der Politik.
00:36:49: Wir müssen in einer Lage sein, als Gesellschaft weiter über Politik zu diskutieren.
00:36:53: Unsere Politiker und Politikerinnen müssen das als Vorbild tun können.
00:36:56: Und ... Das ist, glaub ich, auch so der Antreiber, der mich heute weiterhin sehr beschäftigt und mir die Energie gibt, das zu tun was ich tue.
00:37:06: Ich find das total spannend.
00:37:07: Ich finde es gut, weil der Appell mit dem man rausgehen könnte, dass man gemeinsam versuchen könnte, Leute die Berührungsängste vor Politik zu nehmen.
00:37:15: mich beschäftigt das Thema total, weil ich nach wie vor an dieser Frage festhänge.
00:37:19: eigentlich dürfte es ja so nicht sein.
00:37:19: Eigentlich müssten Leute easy in Zugang haben und ich habe das an der Stelle in dem Podcast schon ein paar mal geteilt dass was ich erlebe ist, dass Leute überhaupt gar keine Vorstellung mehr davon haben, dass dieses System überhaupt zugänglich ist.
00:37:28: Zwei Fragen, meine letzten beiden Fragen für dich.
00:37:30: Ach nee, warte mal!
00:37:31: Ich hab noch drei Fragen, aber eine ist noch nicht beantwortet?
00:37:33: Wie finanziert ihr das Ganze eigentlich?
00:37:35: Gute Frage... Ein ziemlich vielfältiges Finanzierungsportfolio, sage ich mal.
00:37:42: Großteil unserer Arbeit wird von Privatpersonen getragen.
00:37:47: Wir sind eine Non-Profit-Organisation und leben komplett von Spenden.
00:37:50: Wir haben ein sogenanntes Fundmodell mit vierundzwanzig sogenannten Angel-Supportern, die sich committen für vier, fünf Jahre uns zu unterstützen und wo wir auch nach und nach die Mittel abrufen können.
00:38:04: Zusätzlich haben wir eine Vielzahl an kleinen Spendern und einige Stiftungen, die uns fördern.
00:38:10: Und auch die Bundeszentrale für politische Bildung.
00:38:13: Zu Beginn war es so – das war noch die Zeit wo ... wo es sehr schwierig war, von Stiftungen Unterstützung zu bekommen.
00:38:21: Weil's zu schnell zu politisch war.
00:38:24: Das hab ich natürlich in meiner eigenen Arbeit erlebt und auch aus der Stiftung, wo ich gearbeitet habe, herausgesehen.
00:38:31: Das hat sich ja inzwischen zum Glück stark verändert.
00:38:35: Beim deutschen Stiftungs-Tag letzte Woche wurde glaube ich hauptsächlich über Demokratie und Engelmacht ... Ich war leider nicht da, aber ich hab's von meinen Kollegen gehört!
00:38:42: Ich hab die ganze Zeit in eine gullende Jacke angehalten.
00:38:44: Dann hätt ich dich
00:38:45: gesehen!
00:38:46: Ja, das wär nicht zu übersehen gewesen.
00:38:48: Genau und am Anfang waren wir komplett auf Privatspenden angewiesen... ...und inzwischen ist es natürlich großartig dass wir da auch Stiftungen an Bord haben.. ..und auch die Bundeszentrale unter anderem.
00:38:58: Ich find' das gar nicht so superspannend also total interessant.
00:39:01: aber das mit dem Angel Fund das finde ich mega abgefahren.
00:39:04: Vierundzwanzig Angels quasi sind entlehnt von den Business Angels dann aus einem Start-up Bereich... ...vierund zwanzig Business Angels geben Commitment up.
00:39:10: für wie lange?
00:39:11: Für vier, fünf Jahre.
00:39:12: Und einen Komet mit übern festen Betrag, den ihr abrufen könnt?
00:39:14: Richtig!
00:39:15: Die müssen mindestens hunderttausend Kometen, die wir über diese vier, fünfe Jahre abruffen können, maximal eine Million also... Da haben wir sogar nach Rufen eine Grenze.
00:39:25: Und ... Wir haben in dem Fonds tatsächlich, im aktuellen Fonds schon unser zweiter, fünf Kommittments, die uns natürlich auch die Möglichkeit geben.
00:39:34: Das hab ich noch gar nicht dazu gesagt.
00:39:36: Teilweise unterstützen wir unsere Talente finanziell, wenn sie ein bestimmtes Thema so intensiv vorantreiben.
00:39:42: Sorry, das hab ich komplett übersprungen.
00:39:44: Ich
00:39:44: wollte die Frage nicht stellen.
00:39:46: Das wär jetzt blöd, wenn ich dich als Frage kriege, dann sagst du nein?
00:39:49: Hätte ich doch gesagt, nee!
00:39:50: Da hab ich tatsächlich unterschlagen.
00:39:52: Nee, vergessen!
00:39:53: Wir sind zu schnell wieder zum nächsten Thema abgebogen.
00:39:56: Aber genau und dafür braucht es natürlich auch signifikante Summen damit wir dazu in der Lage sind.
00:40:02: Mega smart wie seid ihr darauf gekommen?
00:40:03: Also ich habe ja vorher in der Social-Startup Welt gearbeitet und kannte diese Formmodelle aus dem Kontext.
00:40:11: Und dann also ich habe verschiedene Modelle natürlich überlegt und das schien mir die Struktur zu sein, einerseits Menschen mit großen finanziellen Commitments zu binden, für mehrere Jahre.
00:40:25: Ohne gleich zu sagen ihr müsst jetzt sofort eure Hunderttausend geben sondern ihr könnt es auch verteilen über die Jahre.
00:40:31: das gibt uns eine Planungssicherheit über vier fünf Jahre.
00:40:35: gleichzeitig ist es auch strukturell so angelegt.
00:40:39: oder was uns besonders wichtig war ist dass wir das Geld von Privatpersonen einsetzen können, auch mit dem Talent-Komitee darüber entscheiden können, wer und welche Themen damit gefördert werden.
00:40:49: Und dass die Angels da durch diese Struktur eine Barriere haben, dass sie nicht mitentscheiden können?
00:40:56: Das war uns ganz wichtig!
00:40:57: Und gleichzeitig gibt es natürlich Verträge zum Beispiel wenn jetzt Politics anfangen würde gegen die eigene Wertekarte zu verstoßen dann können die auch wieder austreten aus diesem Commitment.
00:41:07: Vielleicht ein weiterer Punkt Der Fonds ist als Organisationsstruktur auch im Handelsregister eingetragen und uns war wichtig, auch eine maximale Transparenz über unsere Fördermittel die Mittelherkunft aber dann natürlich auch den Mitteleinsatz zu sicherzustellen.
00:41:23: Weil darüber haben wir natürlich auch viel nachgedacht.
00:41:26: Wir haben uns Modelle in den USA angeschaut, die viel mit so Fondsmodellen arbeiten sogenannte Packs und Super Packs, die natürlich wahnsinnig intransparent sind wo am Ende dann unklar ist Wer hat da eigentlich wen in der Politik unterstützt oder welche Themen vorangetrieben?
00:41:40: Und das wollten wir eben genau nicht.
00:41:42: Kennst du ein anderes Unternehmen, dass es genauso macht?
00:41:45: Ich hab das noch nie gehört und ich würde mir bilden, dass ich einigermaßen gut informiert bin aber das habe ich so noch nie gehört.
00:41:50: Nein!
00:41:50: Es gibt bislang in Deutschland keine Organisation die das so strukturiert hat.
00:41:56: Es gibt durchaus Organisationen die sich Teilaspekte davon auch bei sich implementiert haben.
00:42:01: Ja, damit hättest du meine vorletzte Frage quasi schon beantwortet.
00:42:04: Deswegen stelle ich gleich eine andere.
00:42:05: Meine vorletzte Frage wäre gewesen, wenn ich dir einen Koffer mit einer Million Euro auf den Tisch stelle... Was würdest du damit machen?
00:42:11: Ich nehme mal die Antwort vorweg und würde sie wahrscheinlich in diesem Form packen.
00:42:13: So ist es!
00:42:14: Ich würde dir weder sagen, damit machen wir jetzt ... konkret die und die Personen oder die und Die Themen.
00:42:20: Ich würde sie da in den gesammelten Topf mit reinnehmen, ich würde vorher noch mal sehr intensive Gespräche mit dir führen über diesen Podcast hinaus, ob du auch unsere Werte teilst und bereit bist uns Geld zu geben ohne dich ... Wahrscheinlich.
00:42:33: Ohne dann bei der Auswahl mitzureden?
00:42:36: Ja!
00:42:37: Ist lustig, ich hab vorhin auf LinkedIn einen Beitrag gelesen.
00:42:40: Nächste Woche ist wieder dieses Format von Carsten Thimmer und Christian Meinstifter im Pulse-Stiften Mhm.
00:42:47: Mit dem Motto, mit dem Thema Unrestricted Funding hat unten drunter jemand kommentiert und meinte so nie, Unrestracted Fundings findet er gar nicht gut.
00:42:55: der Wert des Potentials vom Missbrauch viel zu hoch.
00:42:58: Habe ich geantwortet und meint, glaub' ich nicht?
00:42:59: Halt dich für quatsch!
00:43:01: Weil ich glaube dass die Organisation am besten wissen was sie mit dem Geld anstellen.
00:43:04: Also von daher hätte man volles Vertrauen.
00:43:06: wenn ich also diesen Koffer hätte, ich würde ihn hier geben.
00:43:08: Da freu ich mich.
00:43:09: Ich halte auch deine Einschätzung.
00:43:11: Stattdessen eine andere Frage... Ihr habt ja einen Auftrag und wahrscheinlich habt ihr eine Vision.
00:43:16: Wo steht ihr mit Joint Politics in zehn Jahren?
00:43:19: Was habt ihr erreicht, vielleicht ist das die bessere Frage gar nicht.
00:43:21: Wo steht ihr mit der Organisation sondern was habt ihr erreichst?
00:43:23: Wir haben hoffentlich in zehn jahren erreicht dass sich Politik wirklich in vielerlei Hinsicht verändert hat.
00:43:29: wir haben natürlich sehr konkrete Ziele.
00:43:31: wie viele Menschen wir bis dahin unterstützt haben wollen Machen uns auch viele Gedanken, wie wir unsere Wirkung noch verstärken können mit den Angeboten die wir haben.
00:43:43: Und darüber hinaus braucht es natürlich nicht nur eine Vielzahl an Personen, die sich wirklich wirkungsvoll politisch engagieren sondern es brauche auch eine Veränderungsbereitschaft aufseiten der Parteien Und das ist natürlich ein langwieriger Prozess.
00:43:59: Wir sehen, dass da einiges passiert.
00:44:00: Wir sind ja auch mit vielen Vertretern und Vertreterinnen von Parteien im Austausch ... die sich teilweise auch schon sehr für unsere Methoden- und Prozesse interessieren.
00:44:12: Aber da muss noch viel passieren, dass dann in zehn Jahren die Politik so ist, dass du sagst zu Helljas ich gehe damit voller Begeisterung rein.
00:44:21: Aber das schaffen wir hoffentlich schon bisschen früher als in zehn jahren.
00:44:24: Hoffentlich!
00:44:24: Ich drücke euch die Daumen.
00:44:26: Letzte Frage für dich.
00:44:27: Mit welchem Song möchtest du diesem Broadcast beenden?
00:44:29: Ich plädiere für die Ärzte.
00:44:31: deine Schuld.
00:44:32: Okay, Ärzten kann ich sofort was mit anfangen.
00:44:34: Deine Schuld kenne ich nicht aber ich danke dir ganz herzlich für diese schöne
00:44:37: Gespräche.
00:44:37: Danke
00:44:38: dir!
00:45:06: Das war der Good Cast mit Karolina Weimar von Joint Politics.
00:45:55: Es braucht Leute, die in die Politik gehen.
00:45:58: es braucht Leute dieses Fürpolitik begeistern Politik machen möchten, die gestalten möchten.
00:46:02: Und das dürfen nicht immer nur die gleichen sein.
00:46:05: Großartige Arbeit!
00:46:05: Danke noch mal Karolin für das schöne Interview und für dich.
00:46:08: hier noch meinen beiden letzten Wünsche.
00:46:10: Nummer eins erzähle ganz vielen Personen von diesem Podcast damit wir sehr viel mehr Menschen erreichen.
00:46:14: und Nummer zwei Wir haben eine Steady Page.
00:46:16: geht einmal vorbei Steady page und dann gut cast und unterstützt doch unsere Arbeit Damit wir weiter diesen schönen podcast machen können.
00:46:22: bis zum nächsten Mal tschüss.
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