#154 Goodcast - Plastik: Schleichender Tod im Wasser - Clemens Feigl von Everwave
Shownotes
Clemens Feigl ist CEO und Co-Founder von Everwave, ein deutsches Impact Unternehmen aus Aachen. Das Team entwickelt Technologien, um Müll direkt aus Flüssen zu holen, bevor er ins Meer gelangt. Dafür nutzen sie Sammelboote, Plattformen und künstliche Intelligenz. Der Müll wird gesammelt, sortiert und wenn möglich recycelt. Gleichzeitig baut Everwave lokale Strukturen auf und arbeitet mit Menschen vor Ort zusammen. Everwave setzt genau dort an, wo ein großer Teil des Problems entsteht. In Flüssen. Hier entscheidet sich, ob Plastik im Wasser bleibt oder im Ozean landet. Diese Folge ist ein echter Deep Dive. Wir schauen genau hin. Wo kommt das Plastik her. Warum ist das Problem so schwer zu lösen und was kann konkret helfen.
Eine Produktion von MAKIKO* für die Viva Equality gemeinnützige UG
Gastgeber: Julius Bertram
Mitarbeit: Tilman Perez
Produktion: MAKIKO*
Transkript anzeigen
00:00:06: Hallo und herzlich willkommen zu einer neuen Ausgabe des GoodCast, heute mit einem Thema das uns tatsächlich alle betrifft.
00:00:14: Wann hast du dir das letzte mal gefragt wie viel Plaste eigentlich in deinem Körper drin ist?
00:00:19: Wahrscheinlich hast du die Frage noch nicht so häufig gestellt, aber ich kann das auflösen.
00:00:22: Eine ganze Menge und das hat über die letzten Jahre auch zugenommen.
00:00:25: Nämlich weil unsere Gebässer sowohl Flüsse als auch Ozeane nicht gerade gering mit Plastik verschmutzt sind.
00:00:32: dieses Plastikt löst sich irgendwann auf landet dann in den Fischen oder in den Pflanzen damit auch an unserem Organismus.
00:00:38: Da gibt es den Clemens.
00:00:39: Clemens Feitel, der hat EverWave gegründet zusammen
00:00:41: mit ein paar anderen
00:00:42: Leuten und das was die machen ist dass sie Flüsse reinigen weil die sagen hey wir müssen das Problem quasi an der Wurzel packen!
00:00:48: Die Flüße sind die Zuströme für die Ozeane.
00:00:51: statt die Oceane zu reinigen wollen wir lieber direkt vorne bei den Flüssen rausflügen.
00:00:54: warum er das macht?
00:00:57: Und was eigentlich das Problem dahinter ist und warum wir uns alle mit diesem Thema beschäftigen sollten, genau darüber spreche ich heute mit ihm.
00:01:04: Für dich wie immer bitte abonniere diesen Podcast und erzähle ganz vielen Menschen von diesem Podcast damit die Geschichte
00:01:11: zum Beispiel auch vom
00:01:11: Clemens und auch anderen damit diese Geschichten viele Menschen erreichen.
00:01:15: Wir brauchen mehr Menschen die Gutes tun!
00:01:16: Wir brauchen Mehr Menschen die sich für Zivilgesellschaft, für
00:01:19: Umwelt, für
00:01:20: alle wichtigen Themen engagieren.
00:01:22: also Viel Spaß mit diesem Podcast.
00:01:24: Jetzt geht's los!
00:01:54: Unangenehm, muss ich sagen.
00:01:56: Aber kann ich machen?
00:01:57: Los!
00:01:57: Ich
00:01:59: hab heute einen spannenden Gast zu Besuch im Podcast.
00:02:03: Der beschäftigt sich mit einem der größten Probleme unserer Zeit, der Verschmutzung der Ozeane.
00:02:07: Jährlich gelangen bis zu zwölf Millionen Tonnen Plastik in die Oceane und wir kennen alle die Bilder von sterbenden Wahlen gerade auch in Deutschland.
00:02:14: sehr präsent natürlich aber auch die anderen Schäden durch plastische Umwelt entstehen sind sehr präsent im Urlaub in der Fischerei.
00:02:24: Überall im menschlichen Körper befindet sich Mikroplastik.
00:02:26: Dementsprechend ist es wichtig, Lösungen aufzuzeigen und nicht nur über Probleme zu sprechen.
00:02:30: Und deswegen freue ich mich, Clemens Weigel, den CEO von EverWave zu Gast zu haben.
00:02:33: Stark!
00:02:34: Richtig gut.
00:02:35: hätte ich nicht besser machen können.
00:02:36: Richtig Gut.
00:02:37: Zwölf Millionen hört sich doch gar nicht so viel an?
00:02:39: Findest du?
00:02:39: Was ist das Problem in solchen Zahlen?
00:02:41: Was?
00:02:41: Die sind so abstrakt groß.
00:02:43: So ist das... Ich glaube es hilft wenn man einfach einmal in der Woche seinen eigenen Müll, seinen Haushaltsmüll auf die Waage stellt um einen Verhältnis zu bekommen.
00:02:53: Ja, ich meine wir alle wissen wie schwer unser Auto ist glaube ich.
00:02:55: Das ist auch noch mal ein Verhältnis und sich das dann anzuschauen und vorzustellen hilft.
00:03:00: ja Hast du einen equivalent?
00:03:01: Wie viel?
00:03:02: zwölf millionen ton?
00:03:02: so sind also man könnte jetzt sagen so ungefähr sechs millionen autos.
00:03:06: Nee tatsächlich nicht weiß was eine standard plastikflasche wiegt.
00:03:09: diese pet flaschen die wir gerne rum tragen habe
00:03:11: ich auch hab ich von dir gelernt dreißig
00:03:13: gramm
00:03:13: das heißt Oh Gott das müssen wir jetzt hochrechnen auf zwölfe monton.
00:03:16: das sind ein paar kommt riecht was zusammen.
00:03:17: Also, ich würd's gern mal animiert sehen.
00:03:19: Aber wahrscheinlich ist komplett Berlin mehrmals in so einem ...
00:03:23: Voll
00:03:23: gemüllt mit Flaschen ja?
00:03:25: Einfach voll gemüllt!
00:03:28: Es ist echt ein Riesenthema.
00:03:29: und du hast eben Punkt angesprochen den hatte ich gar nicht so im Kopf.
00:03:32: wir sind ja selber richtig voll mit Müll Das kann man eigentlich schon so sagen.
00:03:35: Nur blöderweise fehlt mir jetzt grad eine Kenngröße, also dass Mikroplastik im ganzen Ozean verteilt ist und damit auch in den Fischen landet.
00:03:40: und damit in unserem Körper ist klar nur wie groß der Anteil ist habe ich es mir gerade entfallen.
00:03:44: Weißt du's?
00:03:45: Nein weiß ich tatsächlich auch nicht.
00:03:46: was ich weiß ist das es in allen Organen festgestellt worden ist und grade beim Thema Fortpflanzung sind wir sehr sensibel.
00:03:53: eigentlich.
00:03:57: Auch das Thema Fruchtbarkeit ist wohl damit oder davon beeinflusst.
00:04:02: Und was ich interessant finde an dem Ganzen, es gibt offensichtlich noch nicht genug Studien, die sagen, welche Folgeschäden daraus entstehen.
00:04:10: Aber wir sind ja gerade mit den Hypes, Longevity, diese ganze Zeugte.
00:04:14: so passiert ... Sind wir eigentlich sehr sensibel in unserem eigenen Körper gegenüber?
00:04:19: Was wir dem zuführen?
00:04:20: nur bei Plastik scheint's allen egal zu sein!
00:04:23: Und wenn so eine Studie rauskommt und dann ja Ablagungen gehören, Ablagen in der Leber.
00:04:28: Dann ist es so Ja!
00:04:30: Und jetzt?
00:04:32: Da fehlen oft Antworten drauf.
00:04:34: Wahrscheinlich auch weil's zu krass abstrakt ist... Ja, gut.
00:04:38: Soll ich jetzt etwa kein Lachs mehr essen?
00:04:41: Was ist mit meinen Garnelen?
00:04:42: Ich will einfach meine halbe Tonne Garnel im Jahr essen!
00:04:44: Sollte ich darauf verzichten?
00:04:45: Das ist nicht nur aus Mikroplastikgründen und Herausforderungen... Deswegen
00:04:49: habe ich die Garneln genommen.
00:04:51: Nee aber ich weiß schon was du meinst es ist total abstrakt.
00:04:56: gleichzeitig sind ganz viele Probleme die wir gerade haben gerade im Nachhaltigkeitsbereich oder in dem Umweltbereich abstrakt.
00:05:03: Das hilft nur nicht, sich hinter der Aussage zu verstecken am Ende und zu sagen das mir zu abstrakt.
00:05:07: Sondern ich muss aus meiner Sicht Zugänge finden wie ich es beschreiben kann dass es mich betrifft und dann im besten Fall daraus eine Lösung bauen.
00:05:14: Wann hast du's letzte mal jemanden richtig für das Thema gekriegt?
00:05:17: Der vorher gesagt hat ist mir so abstrakt?
00:05:20: heißt er also so im Gespräch.
00:05:21: Du redest mit jemandem und du merkst Zündenthalten ist jemand der ist weiter sein Lachs.
00:05:25: Okay, ich versuch's auch tatsächlich.
00:05:27: jetzt hast du mich erwischt ganz selten über des Gesundheitsthema
00:05:31: Wollte ich gar nicht erwischen.
00:05:32: Das ist alles gut, aber wo es schon ein bisschen präsenter wird ... Wenn du mit Menschen über den letzten Urlaub sprichst?
00:05:40: Sagen alle ja, der Strand war dreckig!
00:05:43: Dann haben wir mal mit den Kindern genauer hingeschaut und im Sand eine Burg gebaut.
00:05:46: Und dann sieht man die ganzen Mikroplastik-Partikel oder kleinen Partikel.
00:05:50: Es ist einfach nicht mehr wegzukriegen.
00:05:53: Ja, das holt ihr da oben runter.
00:05:55: Erzähl weiter, ich zeige dir das gleich.
00:05:58: ist einfach nicht mehr wegzukriegen und es beschäftigt mich dann auch.
00:06:02: Und darüber kriegt man die Leute schon aus meiner Sicht ein bisschen besser, weil so ein alltägliches Ding ist
00:06:08: auch.".
00:06:08: Jetzt hab ich dir eben gesagt ... Da haben wir im Vorgespräch drüber geredet, dass ich eine Zeit lang einen Recycling-Unternehmen hier in Berlin beraten habe.
00:06:16: Ich war damals in Kenia und hab mir Startups angeguckt.
00:06:18: Ein Problem in Kenya ist das ein Haufen Flipflops angeschwemmt werden.
00:06:22: Kommst du wirklich nicht drauf?
00:06:24: Das hier ist ein Gorilla Und dieser Gorilla ist aus Flipflops gepresst, also die Form wird aus Flip flops gepresten.
00:06:32: Dann wird das hinterher geschnitzt und es gibt davon riesige Skulpturen!
00:06:36: Und weißt du wo ich das Ding damals gefunden habe?
00:06:38: Da dachte ich wie schön ist das so?
00:06:39: ein kleines kenianisches Start-up verkauft die Dinger hier im Tropical Island.
00:06:46: Okay...
00:06:47: Und da hab' ich den damals hergeholt.
00:06:49: für die, die's jetzt hören, ist ein Goriller der unterschiedlich farbig ist weil er aus unterschiedlichen farbigen Flip Flops verleimt wurde und dann eben geschnitzt.
00:06:56: Aber man sieht die Sohle.
00:06:57: In der Mitte sieht man die Sohle ganz gut.
00:06:59: Man kann, wenn man's weiß, nachvollziehen.
00:07:02: Aber stimmt so kriegst du die Leute wahrscheinlich wirklich?
00:07:03: Denk an deinen letzten Kenia-Ulaub und überleg dir wie viel Müll da am Strand war.
00:07:07: Ich hab von dir gelernt in der Vorbereitung.
00:07:11: ich muss nur zum nächsten Stausee fahren ein bisschen Richtung Südosten.
00:07:14: also ihr habt dort auch Projekte.
00:07:16: Ja wir haben in Südosteuropa hatten wir zwangsläufig mehrere Projekten während Corona weil wir unsere Boote hatten, die wir nicht einsetzen konnten aufgrund von Reiseristriktionen.
00:07:26: Und dann haben wir gesagt, da müssen wir uns offensichtlich an Ländern orientieren die näher sind und haben dann Recherche betrieben.
00:07:32: Wir haben gesehen, okay, die Slowakei, da gibt es Stauseen, die voll sind, Bosnien, Serbien, Albanien, wo wir jetzt aktiv sind.
00:07:40: Überall gibt's ein Riesenproblem und da haben wir dann angepackt.
00:07:43: Darauf komme ich gleich zurück.
00:07:45: Ich muss vorhin noch eine Frage klären, also was hast du ursprünglich studiert?
00:07:47: Du hast was komplett anders studiert!
00:07:49: So
00:07:49: ist es ja...ich bin diplomierter Sportwissenschaftler für alle jungen Hörerinnen.
00:07:54: Es gab Diplom noch.
00:07:56: Damals.
00:07:57: Genau und hab dann den Schwerpunkt Medien- und Kommunikationswissenschaften gemacht.
00:08:01: Das heißt schon auch in Richtung Sportmoderation, Sport & Kommentation viel gelernt und schreiben Texte usw.
00:08:10: Wolltest du Sportkommentator werden?
00:08:12: Nee, eigentlich wollte ich mal ganz ursprünglich in die Sport-Reha viel mit Kindern machen.
00:08:17: Also Sport nach Krebs.
00:08:19: Da relativ viel auch in Kliniken dann Praktika gemacht, Studien begleitend und da war es aber immer so ... Erstmal haben die Leute leider leidenschaftlich gearbeitet und alle wahnsinnig wenig Geld verdienen.
00:08:32: Sorry!
00:08:33: Wahnsinnig wenige Geld
00:08:35: verdient.
00:08:35: Ganz wichtig, wahnsinnigen wenig Geld.
00:08:39: Ich hatte das große Privileg Ja, behütet aufzuwachsen und auch Möglichkeiten zu haben die Welt zu bereisen.
00:08:45: Und das will ich meinen Kindern später auch mal ermöglichen.
00:08:49: und dann dachte ich, dass passt aber nicht zusammen.
00:08:50: Ich kann nicht irgendwie ... Fünfzig Stunden die Woche arbeiten und einen Able und ein Ei verdienen.
00:08:57: Dann kam es so in mir gereift okay was begeistert dich noch?
00:09:01: Und Sport im Generellen ist natürlich etwas, was mich schon immer begeistered hat.
00:09:04: Und dann das Thema darüber zu sprechen.
00:09:08: Menschen Ja, für Inhalte zu begeistern ist das übergeordnete Thema, dass man da möglicherweise ableiten kann.
00:09:16: Großer Shout-out an alle Leute, die sich mit Reha und Physiobeschäftigen ... Finde ich auch!
00:09:20: Ich hab Anfang Februar ein Ski-Unfall gehabt.
00:09:23: Da hat mir mein komplettes rechtes Knie auseinandergerissen und bin grade sehr darauf angewiesen, dass das jemand gut betreut.
00:09:28: Und ich habe mit John einen sehr guten Physiotherapeutin gefunden, der superinteressiert ist an dem Thema.
00:09:34: Schaut
00:09:35: auf.
00:09:37: könnte nicht dankbarer dafür sein, dass dort jemand ist der Ahnung hat.
00:09:40: Man stellt auch erst eine Situation fest wie wichtig das ist, dass da jemand sitzt, der Ahnung hat?
00:09:45: Ja, total.
00:09:46: Ich finde, was man nicht unterschlagen darf ... die Perspektiven verändern sich natürlich im Laufe der Zeit.
00:09:51: Damals hab ich in meinem Praktikum noch wie heute in einer Reha-Klinik mit älteren Menschen von einer Darmel.
00:09:58: Da war ich ein Aquagymnastiktyp und hab Übungen am Beckenrand gemacht so wie man sich das vorstellt Und hab dann am Ende ihrer Reha-Zeit ein Glas Honig von ihr geschenkt bekommen.
00:10:08: Ihr Mann war Imker, und in dem Moment dachte ich, liebe Honig!
00:10:11: Ich dachte so geil, ein Glas honig ... Jetzt im Nachhinein würde ich sagen, das war so eine coole Aufmerksamkeit.
00:10:18: So was Schönes, so ne schöne Geste, die würd ich jetzt ganz anders einordnen.
00:10:22: Und gegebenenfalls über das Thema Was gibt mir einen Beruf auch nochmals anders einorden?
00:10:27: Weil ich ja gesagt hatte, wenig Verdienst gleich nicht wert.
00:10:32: Ein Stück weit.
00:10:33: Ja, das fand ich ganz toll und es ist mir auch immer deine Erinnerungen geblieben.
00:10:37: Dann hast du aber trotzdem irgendwie für dich entschieden, dass du Moderator wirst?
00:10:41: Wie wird man Moderator?
00:10:43: Indem Menschen einem was zutrauen, was man sich selbst nicht zutraut, würde ich sagen... Hast
00:10:47: du einen Moment gehabt wo jemand kam und gesagt hat, ey, ich glaube wir haben so eine Firmenveranstaltung in der sitzen fünf tausend Leute!
00:10:53: Du könntest das mal moderieren.
00:10:56: So
00:10:56: war das.
00:10:58: Da müssten mich jetzt ein paar Leute überraschen, aber ich kenne das aus der Moderation.
00:11:02: Ist es meistens so, dass du eigentlich ... angefangen im Studentenradio, da hieß es Studierendenradio.
00:11:07: heutzutage, in einer Fünftelstunde bist du live hier sind die Sportnachrichten.
00:11:13: Lies mal vor und dann sitzt du im Studio alles zittert und ja, dann machst du das?
00:11:21: Und dann kam ich in eine Redaktion und wollte mich auf einen Reaktörsposten bewerben Und die haben dann zu mir gesagt, sie sehen mich eigentlich eher als Moderator einer ihrer Veranstaltungen.
00:11:32: In vier Wochen geht's los!
00:11:33: Das war eine Filmtour und da war ich dann glaube ich der vierte oder fünfte Abend in Nürnberg vor zweieinhalb tausend Leuten.
00:11:42: Ja ohne funktioniert es nicht weil du kannst ja diese Situationen auch nicht testen.
00:11:46: Du kommst da also... Es ist immer ein erstes Mal und du kannst in zweieinhalbtausend ZuschauerInnen kannst du nicht simulieren Unmöglich, du kannst dich darauf vorbereiten.
00:11:57: Aber es ist immer irgendwann ... sagt jemand von außen, wir trauen dir das zu und dann machst du's oder lässt es?
00:12:04: Okay, kann auch jemand von Außen sagen, hey, du bist der beste Mensch um Müll einzusammeln?
00:12:08: Nee!
00:12:10: Ne?
00:12:10: Weil
00:12:11: es ja schon eine spannende Abfolge, weißt du so?
00:12:13: Ja.
00:12:14: Sport, Moderation, Mülleinsammeln.
00:12:18: Es ist total plagativ.
00:12:19: Es
00:12:19: kam noch nie jemand zu mir, der gesagt hat, ich bin der beste Moderator.
00:12:22: Aber ...
00:12:23: Ich glaub nicht!
00:12:24: So wie du das vorhin anmoderiert hast?
00:12:27: Nee, nee aber es ist ein spannender Gedanke, den du aufmachst.
00:12:31: Was ist Moderation?
00:12:32: und wahrscheinlich auch die Brücke zu dem was ich jetzt mach?
00:12:36: Moderationes ja im Zweifel ein Produkt oder eine Firma oder eine Sendung zu verkaufen eine gewisse Botschaft zu senden und ich mache ja jetzt nichts anderes.
00:12:50: Für mich geht es um die Vermarktung, den Verkauf und die beste Positionierung ever for Everwave und damit natürlich den Impact so groß wie möglich zu gestalten Und das hat sich nicht verändert.
00:13:02: Meine Rolle ist dass wir nach außen hin gut dastehen und das war damals wenn ich weiß ich nicht für the North Face ähm, ne neue Serie gelauncht hab.
00:13:12: als Moderator war es nichts anderes.
00:13:14: Wie bist du dort gelandet?
00:13:15: Ich hab was ... Warte, wir können die abkürzen gehen.
00:13:17: Was ich weiß ist, du hast etwas moderiert und du hast deine spätere Co-Gründerin, der Name tatsächlich entfallen hat.
00:13:23: Massella!
00:13:24: Masseller dort getroffen.
00:13:26: Ähm, ich meine das aber mehr so auf einer Metaebene.
00:13:28: Irgendwas muss dich dafür das Thema gekriegt haben.
00:13:30: Das ist ja jetzt kein logischer Schluss, deswegen hab ich drauf rumgeritten.
00:13:34: Sport unter Moderation und dann das Thema.
00:13:37: Warum bist du da gelandelt?
00:13:40: Also ich bin, habe ich ja vorhin schon gesagt.
00:13:41: Ich war privilegiert genug dass sich viel reisen durfte.
00:13:45: also das thema müll in der umwelt.
00:13:46: so wer viel unterwegs auf der welt sieht einfach Dass es da ein problem gibt.
00:13:50: aber hast du das bewusst für dich wahrgenommen?
00:13:52: Ja also jetzt durch die atakama wüste in peru alter.
00:13:56: also da ist viel.
00:13:57: was?
00:13:57: also dadurch
00:13:59: Das war nach dem abi da war ich neunzehn okay
00:14:01: also schon bisschen.
00:14:02: ja
00:14:02: kein kind mehr
00:14:03: Aber nee kein kind mir.
00:14:04: genau das ist schon wirklich was das bleibt einem und des landes wunderschön ich liebe dieses land.
00:14:10: Wie
00:14:10: war das, als du durch die Wüste gereist bist?
00:14:12: Weil du sagst es war so beeindruckend.
00:14:14: Du fährst halt nicht acht Stunden im Reisebus der super unbequem ist laut Regaton.
00:14:20: Klimaanlage fünf Grad, schläfst keine Sekunde im Zweifel und guckst aus dem Fenster und überall ist Müll.
00:14:27: Wüsten und Müll!
00:14:28: Es ist einfach schwer zu ertragen.
00:14:32: Und diese Situationen haben sich dann gehäuft.
00:14:35: also ... auch wer auf Bali ist oder in Indonesien sich bewegt.
00:14:39: Der sieht das tagtäglich und ich würde sagen, es war einfach so eine Parallelität der Dinge.
00:14:47: Ich habe immer mehr festgestellt dass ich Sachen moderiere hinter denen nicht hundert Prozent stehe und dieses Problem kann immer wiederes mir begegnet.
00:14:57: und dann war Marcella die Schnittmenge am Ende, die dann gesagt hat hey ja vielleicht starten wir was zusammen.
00:15:06: Was hatte ich am Ende überzeugt, das wirklich zu machen?
00:15:08: Weil ... Das was ich weiß ist, dass es für dich auch mit finanziellen Einbußen verbunden war.
00:15:13: Ja.
00:15:14: Dass du vorher einigermaßen gut verdient hast und aber wusstest in dem Moment wo ich das nicht mehr mache, verdiene ich weniger.
00:15:20: Und trotzdem hast du dich ja aktiv dafür entschieden, es zu tun.
00:15:23: Also ich hab schon das Potenzial gesehen.
00:15:25: Ich mein wir haben das alle zwei, zweieinhalb Jahre ehrenamtlich in Anführungszeichen vorangetrieben neben unseren Berufen.
00:15:36: Das Thema ist immer wichtiger geworden.
00:15:39: Wir saßen auf größeren Bühnen, wir hatten auch die ersten Sponsoren und haben ein erfolgreiches Crowdfunding gemacht.
00:15:45: Und dann sind so ein paar Impulse, die von außen kommen, die einem sagen der Weg ist nicht falsch und da ist Potenzial.
00:15:50: Wenn wir mehr Zeit investieren, wächst es Potenziale mit.
00:15:56: Sich dem zu öffnen und echt zu sagen hey okay das hört sich nach was an.
00:16:01: Was wir weiterverfolgen sollten und mehr Energie darauf verwenden.
00:16:05: Da machen wir das!
00:16:07: Ich hab eine Frage, die ist ein bisschen picky.
00:16:09: Ein bisschen delikat.
00:16:10: Aber es ist was, worüber ich die ganze Zeit nachgedacht habe ... Als ich mich auf das Gespräch mit dir vorbereitet hab.
00:16:16: Ihr seid ja ziemlich zeitgleich mit Bojan Slatt gestartet der mit The Great Ocean Cleanup?
00:16:21: Das müsste zeitlich ungefähr hinhauen oder?
00:16:22: Die waren deutlich früher.
00:16:23: Ist
00:16:24: aber so viel früher?
00:16:25: Der war echt schon sehr visionär.
00:16:27: Zwei-Tausenddreizehn glaub ich hat er angefangen.
00:16:29: da war der achtzehn oder
00:16:31: sechzehn,
00:16:31: oder so.
00:16:32: Ja und der war schon noch mal ein bisschen früher.
00:16:34: Aber die Frage ist vielleicht deswegen nicht weniger picky.
00:16:37: Nee, das ist ... Ihr habt euch ja für euch beschlossen, komplett anderen Weg zu gehen?
00:16:41: Ich hab gesagt okay wie nicht auf der Great Pacific Ocean Garbage-Page sondern wir gehen komplett einen anderen Weg, wir gehen auf die Flüsse und trotzdem ist es so.
00:16:49: wenn ich fand das immer sehr beeindruckend dass ein achtzehnjähriger so viel Drive-In schmeißt.
00:16:52: Fand ich wirklich krass!
00:16:54: Und ich habe mich gefragt, da findet sich eine Gruppe von Leuten und die war zu viert richtig?
00:16:59: Es waren paar mehr, Tillmann, Masella Und dann noch ein paar Leute, die ein bisschen weniger Zeit damals investiert hatten.
00:17:05: Habt ihr das Gefühl gehabt, dass euch das begleitet?
00:17:07: Dass da so jemand mit Sophie Drive unterwegs ist und für einen vermeintlich völlig überschätztes Projekt unterstelle ich jetzt, dass es total überschätzen ist.
00:17:15: So viel Aufmerksamkeit bekommt.
00:17:16: Das begleitet
00:17:17: uns immer noch!
00:17:18: Die Ocean Cleaner ist immer noch mit Abstand das relevanteste Unternehmen von der Größe und vom Namen her... passiert.
00:17:27: und es ist relativ normal in einem Markt, der sich entwickelt.
00:17:30: Dass es Unternehmen gibt, die effizienter sind.
00:17:32: Und besser im Einsatz von Technologien.
00:17:36: Da gibts neben EverWave noch ganz viele andere, von denen ich sagen würde, dass sie mit Geld sinnvoller umgehen als die Ocean Cleanup.
00:17:44: Gleichzeitig muss man einfach sagen was Bojan Slatt gebaut hat war ... den Eingang in das Thema auf die große Bühne zu heben.
00:17:53: da ist viel Positives passiert.
00:17:55: Man muss dazu sagen, das passiert eigentlich auch ein interessanter Schiff.
00:18:00: Die Ocean Cleanup arbeitet jetzt vorrangig auf Flüssen.
00:18:03: Also den Ozeanteil wird deutlich abgespeckt ... also man sieht schon, dass die sich umorientieren aufgrund von der Marktlage.
00:18:13: Was meinst du mit Marktlage?
00:18:15: Dass einfach alle anderen sich auf Flüsse fokussieren und effizienter sind.
00:18:21: Ich meine, die Rechnung ist relativ einfach bei uns.
00:18:24: Man hat ein Euro, und wie viel ist meine Lage für einen Euro zu sammeln?
00:18:29: Als Funding beispielsweise.
00:18:30: Und die Ocean Cleanup gibt einfach ... Ein Vielfaches an Geld für einen Kilo Müll aus Zusammenhung.
00:18:36: Wir und ganz viele andere geben deutlich weniger aus.
00:18:39: Damit ist es logisch, dass sie sich irgendwann umorientieren.
00:18:42: Versprochen, ich störe nur einen ganz kurzen Moment.
00:18:46: Gleich geht's weiter mit dem Interview mit.
00:18:48: Ich hoffe, dass das bis hierhin dein Spaß ist.
00:18:49: Ich möchte dich ganz kurz daran erinnern, dass dieser Podcast deswegen funktioniert beim Menschen.
00:18:54: ihn hören und deswegen möchte ich dich bitten jetzt genau in diesem Moment diesen Podcast zu teilen ihnen zu liken, zu abonnieren an anderen Menschen zu schicken sorgt dafür, dass wir mehr Reichweite bekommen damit mehr Menschen die Geschichte hören die Clemens zum Beispiel zu erzählen hat.
00:19:09: Jetzt geht es weiter.
00:19:10: Ja, ich habe eine total andere Vorstellung gehabt.
00:19:12: Aber es war so super infantil.
00:19:14: Ich dachte dass dann auf der anderen Seite sitzen Kunden die sagen ja wir wollen schon irgendwie gebrauchtes Plastik haben aber wir wollen lieber Ozeanplastik anstatt Fluss-Plastik.
00:19:22: und das war in meiner Vorstellung als eben meint deswegen der Nachfrage.
00:19:27: Ja gibt's mit Sicherheit?
00:19:30: Ja
00:19:31: kann sein Warum?
00:19:33: Flüsse.
00:19:33: Damals, als wir gestartet haben ... gegründet haben, gab's ein Studie, die besagte, dass zehn Prozent ... ähm, achtzig Prozent des eingetragenen Plastiks über zehn Flüssen ins Meer gelangen.
00:19:43: und da haben wir gedacht ja okay das ist jetzt eine Fallzahl, die kann einem bei einem Problem globalen Ausmaßes nicht abschrecken.
00:19:51: Da können wir ansetzen.
00:19:52: inzwischen sind es über tausend Fünfhundert Flüssem.
00:19:55: Weil die Studie falsch war oder weil mehr Flüße geworden sind?
00:19:58: Weils genauer geworden ist.
00:20:00: Also, es war dann im ersten Ausschlag einer Studie und die Studien wurden einfach besser.
00:20:05: Und genauer ...
00:20:06: Wir nehmen einfach die zehn größten Flüsse der Welt und das wird schon irgendwie passen.
00:20:10: Man muss dazu sagen, dass immer noch die verschmutzten Flüße sind, wenn du auf dem Mekong arbeitest oder dem Yangtze oder dem Nil, dann bist du schon am richtigen Ort vor zehn Jahren und wahrscheinlich auch in zehn Jahren.
00:20:25: Und dementsprechend war es dann für uns klar.
00:20:27: Das ist im Prinzip auch der letzte Moment, um das Plastik und den Müll rauszufischen, dass er gegebenenfalls noch einen Wert hat also im Sinne von Recycling.
00:20:38: Also bald Plastikt mit Meersalz und Sonne und Erosion in Verbindung gebracht wird, ist Recyling im Prinzip unmöglich.
00:20:46: Lass uns ja gleich darüber sprechen wie ihr das ganz praktisch rausholt.
00:20:49: Ja.
00:20:49: Bevor wir gleich auf das Sammeln kommen, lass uns noch ... Eine Frage nachgehen, die ich mir... Ich war damals für Alba relativ viel unterwegs und ich habe mir immer die Frage gestellt.
00:21:00: Warum schmeißen es die Leute?
00:21:02: einfach weg.
00:21:03: Und ich hab keine richtig gute Antwort darauf gewonnen, ich verstehe sie nicht.
00:21:05: Ja klar, fehlende Logistiksysteme vor Ort ist ja auch kein unlösbares Problem, fehlende Sammelsystemen vor Ort auch kein unlösbaeres Problem.
00:21:13: und trotzdem wenn ich weiß dass ich zum Beispiel sagen will du hast einen Bali gesagt?
00:21:17: Ich bin auf Tourismus angewiesen dann weiß ich das im Tourismus.
00:21:19: schade wenn ich mein Zeug rausschmeiß.
00:21:21: uns passiert trotzdem.
00:21:22: warum
00:21:22: also den Fall?
00:21:23: Bali wird jetzt einfach gerne auf das eingehen was wir sehen in unserem Projekt und wir arbeiten aktuell nicht auf Bali.
00:21:29: Wir sehen Ähm,
00:21:32: ein
00:21:33: Problem ist das auf mehreren ... Ja oder mehrere Herausforderungen mit sich bringen.
00:21:38: Zum einen ist es Infrastruktur wie du schon gesagt hast.
00:21:40: Es gibt die klassische Müllabfuhr in ganz vielen Ländern der Welt.
00:21:44: nicht also Waste-Management im klassischen Sinne, dass jemand den Müll abholt, der irgendwo hingebracht wird auf die Deponie oder in die Verbrennung dann gibts auch in vielen Ländern eben nicht diese weiterverarbeiteten Themen.
00:21:57: Wie gesagt keine Deponie, keine Verbrennungsanlagen, keine Recyclinginfrastruktur.
00:22:03: Das ist, würde ich sagen ... macht achtzig Prozent des Problems aus.
00:22:07: Weil man muss sich schon die Frage stellen, das ist jetzt eine Zahl, die ich mal ins Blaue gesagt habe.
00:22:11: Man muss sich einfach immer wieder zurück zu sich selber gehen und sagen okay was würd' ich eigentlich machen?
00:22:18: Wenn ich meinen Müll nicht in den Mülltonne schmeißen würde und einmal die Woche kommt der Wagen und hol's ab.
00:22:25: Und
00:22:25: dann ist gerade mit Flüssen ist es natürlich so, wenn du's reinschmeißt.
00:22:30: Es ist eine Stunde später weg ... Ja,
00:22:34: ich hab kurz mich reingelacht, weil das zu zynisch klingt.
00:22:37: Aber ja, du hast recht.
00:22:38: Problem ist nur, dass der gleiche Typ zwei Meter flussaufwärts auch macht und sein Müll kommt zwei Stunden später bei dir
00:22:44: an?
00:22:44: Genau, aber das ist dann am Ende möglicherweise nicht wie der Mensch denkt, sondern der schmeißt das rein und denkt sich, mein Müll ist nicht mehr mein Problem.
00:22:55: Also Waste Management-Infrastruktur sehen wir immer wieder die Warum.
00:23:00: ich glaube, dass es auch so ist?
00:23:01: Dass wenn diese Müllinfrastruktur angeboten wird.
00:23:05: Dass sich auch Veränderung gibt.
00:23:07: Also wir machen ja auch ganz bewusst nicht nur die Reinigung mit den Booten auf den Flüssen sondern auch sogenannte Household Collection.
00:23:16: das heißt Wir bieten wirklich an und holen den Müll bei euch vor der Haustür ab.
00:23:20: Es gibt eine Sammelstelle für einen Teil des Dorfs Das wird dann weiterverarbeitet auf unseren Anlagen usw.
00:23:26: Und das wird angenommen.
00:23:27: Da ist nicht so, dass sich dann die Menschen vor Ort dagegen sträuben.
00:23:31: Weil wahrscheinlich jeder froh ist, wenn da den eigenen Müll vor der Tür los ist?
00:23:34: Ich muss dazu sagen was ja immer in der Diskussion deutlich zu wenig kommt ganz viele Gesellschaften haben eine viel engere Bindung zur Natur als wir weil die Abhängigkeit von ... den Elementen noch viel größeres.
00:23:49: Wir arbeiten beispielsweise auf dem Tonnele Sub, im Größten Süßwassersee Süd-Opps Asiens in Cambodia und der ist Proteinquelle für ... siebzig Prozent der kambodianischen Bevölkerung.
00:24:01: Damit ist da eine ganz klare Verbindung.
00:24:03: die Leute gehen da jeden Tag fischen, die müssen das schützen.
00:24:06: Sie wissen es fehlt einfach nur das Handwerkszeug.
00:24:10: Und Natürlich und das ist einfach auch so.
00:24:14: Es ist Bildung, aber es ist nicht Bildung nur in den Ländern sondern es ist Bildungen weltweit, dass wir zu viel konsumieren.
00:24:20: Falsch Materialien einsetzen und generell zuviel Müll produzieren und konsumierend.
00:24:26: Ja guter Punkt!
00:24:27: Und gleichzeitig, das ist ein Gedanke der mich heute morgen kurz umgetrieben hat merkwürdig, dass diese ganzen Unverpacktangebote nicht funktioniert haben.
00:24:33: Also eigentlich könnt ihr ja genau da der Mechanismus hätte, der hier einsetzen können.
00:24:37: Wir konsumierten damit auch zu viele Verpackungen.
00:24:40: Lass uns auch konsumieren ohne die Verpackungswählen.
00:24:42: Trotzdem wurde es nicht gut angenommen?
00:24:46: Ja ... Das ist jetzt natürlich gesellschaftskritisch möglicherweise, aber wir sind einfach bequem und wenn ich nur drei Unverpacktläden in Berlin hab und eine halbe Stunde dahin fahren muss und eben nicht hier einen der Liefer-Service ... Also was ist die Alternative?
00:25:03: Mir bringt jemand das Essen drei Stockwerke hoch!
00:25:06: Ein Unverparktliefer-
00:25:07: Service?!
00:25:07: Ja, das ist die Frage.
00:25:09: Ob es dann dreißig kompetitiv ist?
00:25:11: Das müsste jemand anders ...
00:25:12: Guck dir mal mit so einem großen Sack Linsen stehen in der Haus.
00:25:15: Holt dein Gas raus!
00:25:17: Ausseauer relativ starke Liefermitarbeitende.
00:25:22: Und vor allem ohne Aufzug im fünften Stock.
00:25:24: Richtig verloren.
00:25:26: Was schon interessant war, das is ja eher rückläufig tatsächlich jetzt gerade auch als die Energiepreise hochgegangen sind.
00:25:31: während Corona haben wir relativ viele Unfallbackläden auch zugemacht weil die sich gerade so gehalten haben davor.
00:25:39: Und ich finde das einfach ein sehr schlechtes Zeichen für uns, dass nicht dann ... Das Gesellschaft nicht funktioniert.
00:25:46: zu sagen, okay, was sind eigentlich die Dinge, die wir in die Zukunft gerichtet erhalten müssen?
00:25:51: und warum nehmen wir da nicht als Gesellschaft mehr Aufwand in Kauf?
00:25:56: Und fahren zwanzig Minuten zum nächsten Laden und lassen es nicht liefern!
00:26:01: Aber das passiert halt nicht.
00:26:03: Das passiert aber in ganz vielen Bereichen nicht.
00:26:05: Ja, ich weiß es auch nur mit meinem Hintergrund, weil ich's bei Alba gearbeitet hab ... Ich glaub, vielen ist gar nicht klar, dass es häufig Verbundmaterial sind, die sich gut rezyklieren lassen und man damit immer in der thermischen Verwertung landet.
00:26:16: So ein anderes Thema wie sammelt ihr den Müll?
00:26:19: oder anders?
00:26:20: Also ihr baut, wenn du korrigierst mich...
00:26:22: Ich
00:26:23: probiere so beschreiben wir, wie ichs verstanden habe.
00:26:25: Ihr baut quasi wie eine Art Sperre um das bisschen einzuhängen.
00:26:30: filtert ihr, sortiert ihr den Müll raus?
00:26:32: Ja.
00:26:32: Ich versuch's ein bisschen weiterzufassen.
00:26:34: Wir sind Projektentwickler für Waste Management Infrastruktur.
00:26:40: Das bedeutet die Sammlung und die Prozessierung von Müll in Ländern, in denen es diese Strukturen nicht gibt.
00:26:47: Meistens in so genannten low-and middle income Countries.
00:26:50: Und das kann bedeuten ... Das ist jetzt eins unserer Aushängeschilder.
00:26:54: eines unserer Boote einsetzen.
00:26:56: auf beispielsweise dem Mekong oder dem Thornless Hub, wie schon angesprochen.
00:27:00: Wir haben auch schon in Thailand auf den Kanälen in Bangkok gearbeitet.
00:27:04: Das wird dann häufig unterstützt durch Barrieren die wir an geeigneten Stellen im Fluss einbauen um den Müll zu staunen und so effizient wie möglich zu arbeiten.
00:27:13: Aber das beinhaltet auch, dass wir beispielsweise ... Wenn der Wasserstand stark schwankt.
00:27:18: Was in Südostalien nur auf der Fall ist?
00:27:20: Dass wir mit Teams händisch am Flussufer gerade jetzt in der Trockenzeit unterwegs sind und illegal Dump-Sites aufräumen.
00:27:27: Das inhaltet auch Household Collection also wirklich von Tür zu Tür zu gehen und Sammelninfrastruktur zu etablieren.
00:27:33: Und daraus entsteht ein Mix an Sammelmöglichkeiten.
00:27:36: Und diese, das gesammelte Material kommt dann auf unsere Anlagen und dann im besten Fall weiterverarbeitet.
00:27:43: Okay,
00:27:43: das heißt ihr betreibt selber Anlagen?
00:27:45: Also nicht Sammelanlagen sondern... Projekte!
00:27:49: Ja warte ich muss es genau ausdrücken damit wir nicht an da vorbeiregnen.
00:27:53: also wie ihr einsammelt das kann ich mich schon erklären aber ihr betreibt dann quasi auch die Anlage wo's gelagert wird.
00:27:58: So ist es.
00:27:58: Wo's sortiert wird.
00:27:59: Sortieranlagen jetzt habe ich das richtige Wort.
00:28:02: Soweit verstanden.
00:28:03: Was passiert danach?
00:28:04: Ihr habt das sortiert, das können wir noch verwenden und nicht.
00:28:08: Was ist mit dem was ihr verwenden könnt?
00:28:09: Das ist dann beispielsweise Textil ... Du hattest vorhin ja die Flip-Flops angesprochen.
00:28:14: in Cambodia gibt's sehr viel produzierendes Textilgewerbe auch aus Deutschland oder für den deutschen Markt.
00:28:20: Wahrscheinlich in jedem dritten T-Shot hinten drin im einigen Jahr Kambodscha
00:28:22: drohen.
00:28:23: Genau!
00:28:23: Und zwanzig bis fünfzwanzig Prozent des Mülls, denen wir in den Gewässern finden, ist Textil.
00:28:29: Und da gucken wir dann vor allem lokal, dass wir beispielsweise Organisationen unterstützen oder beliefern die daraus Second Hand Ware schneidern.
00:28:40: Das ist aber ich würde sagen eher ... ja, eher Einzelfall.
00:28:45: das ist jetzt kein Business Case der raus entsteht was der wichtigere Teil ist es beispielsweise PET.
00:28:52: also die Flaschen sind ganz gut recyclingfähig.
00:28:55: da beliefern wir den lokalen Markt.
00:28:56: das geht in die Wertschöpfung.
00:28:58: Das heißt, dieses Wert wird geschreddert und wird dann wieder neu verpresst?
00:29:01: Genau.
00:29:01: Gewaschen, geschreddert ... Und was mit dem Material passiert, wissen wir nicht.
00:29:06: Unsere Wertschöpfung hört ab dem Verkauf des ballierten Materials aus.
00:29:10: So nennt man das.
00:29:11: Wir haben die Sortierung händisch, dann wird es gepresst.
00:29:15: Die Sortierung ist in meiner Vorstellung so ... Das eine ist das, was man nicht mehr verwenden kann.
00:29:21: Dann habt ihr unterschiedliche Fraktionen, z.B.
00:29:23: Stoff.
00:29:23: Wahrscheinlich wird's da noch irgendwas anderes geben.
00:29:27: Nee,
00:29:28: genau.
00:29:28: Das machen wir nicht.
00:29:30: Das ist für uns zu granular und gar nicht in den Markt, in dem wir verkaufen noch nicht notwendig
00:29:34: sind.".
00:29:34: Und dann geht es aber an einen Abnehmer und der macht daraus eine Flip-Flop.
00:29:39: Kann ich dir nicht sagen?
00:29:40: Ist tatsächlich für uns auch ... ja also wie gesagt unsere Wertschöpfung hört da auf weil wir auch nicht glauben dass wir gut darin sind Produkte zu bauen sondern wir sind gut darinnen Sammlungen bis zu einem gewissen Grad um Prozessierung bis zu einen gewissen
00:29:53: Rad sicherzustellen.
00:29:54: Also wenn ich das entlang eurer Wertschaffungskette verfolge, dann schafft ihr an unterschiedlichen Stellen Jobs.
00:29:58: Ich schaffe die zum einen in der Projektarbeit selber was quasi ihr macht, dann vor Ort dass ihr Leute in Einkommen bringt
00:30:03: z.B.,
00:30:03: wenn sie sammeln.
00:30:04: sehr wahrscheinlich bildet ihr auch Leute aus und dann habt ihr aber selber noch als Anlagenbetreiber Leute, die vor Ort diese Anlage betreiben müssen... Das ist eine ganze Menge oder?
00:30:13: Wie groß seid ihr also wenn du alles zusammen rechnen würdest?
00:30:16: Wir sind jetzt seventy-fünf weltweit in Deutschland.
00:30:22: Also ein Großteil der Wertschöpfung findet innerhalb unserer Projekte statt und ja, das ist auch eine spannende Entwicklung.
00:30:29: Wir haben natürlich angefangen mit dem großen Ziel so viel Müll wie möglich zu sammeln aber dass es auch einen starken sozialen Benefit hat was wir machen und dass wir Arbeitsplätze schaffen und die Leute ausgebildet werden.
00:30:38: Meistens sind es ja auch Jobs also jetzt Sortierer oder Boat Operator Die dann die Möglichkeit geben Auch benachteiligte Gruppen bei uns in die Projekte inkludiert.
00:30:52: Und das finden wir natürlich großartig und es ist auch wichtig zu erwähnen, also wir setzen die Projkte vor Ort selber um.
00:30:59: Wir haben beispielsweise in Kambodscha eine eigene Entity gegründet, die auch einen lokalen Projektmanager hat.
00:31:07: Also wir versuchen wirklich Wissen- und Wertschöpfung in den jeweiligen Märkten zu generieren.
00:31:12: Super stark!
00:31:14: Wie rechnet sich das Ganze?
00:31:15: Am Ende läuft's immer darauf hin aus dass ich irgendwie rechnen muss Und in meiner Vorstellung ist das nicht das einfachste Geschäft der Welt, dass ihr euch ausgesucht habt.
00:31:22: Es hat sich ziemlich logistikintensiver.
00:31:24: Zumindest erst mal zu meiner Vorstellungen.
00:31:26: Aber wie rechnet sich das Ganze?
00:31:29: Ist es nicht das Einfachste-Geschäft?
00:31:30: Weiß ich.
00:31:31: Das könnte man diskutieren weil es gibt ja überall Müll.
00:31:33: also uns geht die Quelle geht nicht aus leider aber wir haben...
00:31:38: Ich glaube, dass es keine Frage der Quelle ist sondern eine Frage der Person, die sie am Ende abnehmen muss und des Unternehmens ist, dass er's abnimmt.
00:31:43: fairer Punkt, um auf deine Frage zurückzukommen.
00:31:46: Also wir haben uns ... Uns gibt's ja jetzt auch schon ein paar Jahre in den Jahrzehnten gegründet und wir haben unterschiedliche Geschäftsmodelle ausprobiert.
00:31:54: Wir haben beispielsweise als wir das erste Boot hatten, haben wir den Staudammbetreiber in der Slowakei gefragt, ob er nicht uns ... Den Service bezahlt, dass wir sein Stausee aufräumen weil wir schützen ja auch seine Turbinen damit.
00:32:04: Ja du sagst mir egal?
00:32:06: Nee hat er nicht.
00:32:06: Er hat gesagt ja es gibt dann gibt schon Geld aber wir kommen nicht dran und so ganz hervorstellen Da gibts ja auch Gelder dafür.
00:32:13: ich meine da sind ja auch viele EU Beitrittskandidaten dabei.
00:32:17: Gerade Westmanagement wird in den Regionen gefördert aber wo das Geld am Ende hingeht Fragezeichen.
00:32:22: Bei uns ist es nicht gelandet, deswegen haben wir gesagt, das ist kein Geschäftsmodell, dann haben wir uns überlegt, ob wir die Boote verkaufen in Regionen, die stark betroffen sind hat auch nicht funktioniert aus ähnlichen Gründen.
00:32:34: und dann war der logische Schritt zu sagen hey wer ist eigentlich aus unserer Sicht dafür verantwortlich dass es so aussieht?
00:32:40: Und wer trägt einen großen Beitrag?
00:32:43: oder hatten einen großen Beitrag darin?
00:32:44: und das sind aus unserer Beispielsweise über Produkte oder in der Lieferkette selbst sehr viel Plastik verursachen.
00:32:53: Und das Produkt, das wir jetzt anbieten, nennt sich Plastic Credits,
00:32:56: d.h.,
00:32:57: wir geben Unternehmen die Müll produzieren und es tut fast jedes Unternehmen weltweit, die Möglichkeit Verantwortung dafür zu nehmen.
00:33:04: Das ist ein ähnliches Konzept und Konstrukt wie bei den Carbon Credits.
00:33:09: Ein Unternehmen stößt mit ... Menge X aus, kannst du uns kommen und sagen hey ich würde das Equivalent gerne in Kambodscha sammeln mit euch.
00:33:19: Und wo kommt quasi so eine Art Zertifikat?
00:33:20: Bekommt ein Müllsammel-Zertifikat bekommt...und es ist ganz wichtig auch für die Kommunikation weil wir wollen auch weiterhin natürlich auf das Thema aufmerksam machen.
00:33:29: gutes Marketing Material gute Storytelling einfach Sensibilisierung auch für Die eigenen Kundinnen.
00:33:37: Das
00:33:37: eigentlich ein politisches Thema am Ende.
00:33:39: oder Also eigentlich müsste es ja politisch, wenn du das politisch durchgesetzt kriegen würdest, dass es so was wie ein Plastik-Zertifikat gibt.
00:33:44: Die Euromie gehandelt werden die immer verknappern und so wie bei den CO² Zertifikaten immer weiter verknappt wären.
00:33:49: Wäre das eigentlich ein politisches Thema?
00:33:50: Aber geht da jemand dran?
00:33:51: Ja!
00:33:52: Es gibt schon Länder in denen sind die Plasty Crades verpflichtend eingeführt.
00:33:56: Deutschland ist es wahrscheinlich
00:33:57: nicht.
00:33:57: Nein, Deutschland isst es nicht.
00:33:58: aber wie du vorhin schon gesagt hast häufig in den Ländern die stark davon betroffen sind.
00:34:02: also die Philippinen
00:34:04: Stimmt, aber die Betroffene Länder sind ja nicht die produzierenden Länder.
00:34:08: Auf den Philippinen gibt's relativ viel produzierendes Gewerbe auch.
00:34:13: Und da ist es so, dass eben Unternehmen ab einer gewissen Größe verpflichtet sind, ihren Plastik-Fußabdruck zu kompensieren.
00:34:20: Das sind jetzt aktuell vierzig Prozent des Ausstoßes für ein Unternehmen und bis zwanzig, achtzwanzig sind es achtzig Prozent.
00:34:26: Und das wird auch in anderen Ländern diskutiert.
00:34:29: also wir wissen das in Vietnam dazu Pilotprojekte gibt ... In Thailand weil das auf den Philippinen ganz gut funktioniert.
00:34:39: Die sehen einfach, wir haben nicht genug Geld für Waste Management-Infrastrukturaufbau und es ist ein guter Hebel, das Unternehmen dazu zu bringen, einen Beitrag zu leisten.
00:34:51: Jetzt sehe ich aber zwei Herausforderungen.
00:34:53: Zum Einen, dass funktioniert ja nur richtig gut wenn du die richtig großen mitnimmst.
00:34:59: Und wenn die das machen würden, wären das wahrscheinlich sehr hohe Kosten?
00:35:04: Hast du einen Gedanken dazu?
00:35:05: Ich hab
00:35:05: da viele Gedanken.
00:35:08: Also, ich find den Gedanken ... Das ist ja auch eine Diskussion, die man sich auf Werte-Ebene stellen kann als Organisation.
00:35:15: mit wem wollen wir eigentlich kooperieren?
00:35:16: und wir bei EverWay wollen mit den größten zusammenarbeiten weil wir glauben daran, dass wir A, den größtend Hebel haben und B das beste Produkt bauen müssen.
00:35:25: Weil wie du schon gesagt hast, bei denen wird es dann irgendwann ein Kostenpunkt Und der Kostenpunkt muss gut verargumentiert werden.
00:35:33: Das heißt, Track and Trace muss zu tausend Prozent sicher sein.
00:35:37: Alles was so due diligence-mäßig ist, muss einfach perfekt sein.
00:35:43: Gleiches gilt aber auch für Kommunikationsmaterial.
00:35:45: Es muss alles auf einem ganz hohen Niveau sein, dass die Organisation sich das als potentielle Lösung für sich selber anschauen.
00:35:55: Ja und ich bin fest davon überzeugt, dass sie sich bewegen werden müssen einfach, weil die Parallelität zu den Carbon Credits so groß ist.
00:36:08: Es gibt Ausstoß, wir haben ein Problem ... Wir müssen's in Griff bekommen und wir haben aktuell noch keinen Mechanismus der das kann.
00:36:16: und die Plastic Credits werden auch global beispielsweise im Rahmen des UN-Plastic Treaty als alternativer Finanzierungsmechanismus diskutiert.
00:36:24: Da gibt es schon Bewegungen hin, da gibt es natürlich auch Lobbys selbstverständlich wenns um solche Solche Volumina geht am Ende, aber aus meiner Sicht ist es einfach das beste, ob das dann Plasticals heißt oder anders.
00:36:39: Das Wichtigste ist der Mechanismus und dass es eben Wirkung erzielt wo die Wirkung gebraucht
00:36:45: wird.
00:36:45: Ich finde folgende Gedanken total spannend.
00:36:47: Langemänner brust auch irgendwie grad zwei Herzen.
00:36:49: auf der einen Seite Sagen wir regulieren würde es ähnlich wie bei den CO-Zweizertifikaten.
00:36:54: Dann würde das dazu führen, dass auch die Großen sich euch anschließen würden oder einem ähnlichen Modell.
00:36:58: aber wie sagen jetzt mal die schließen nicht alle ruhig an.
00:37:00: Ja.
00:37:00: Was gut für euch wäre und für euer Businessmodell.
00:37:03: Zeitgleich würden sie sich überlegen wie Sie sehr wahrscheinlich Müll einsparen.
00:37:06: im besten Fall ist das ja so?
00:37:08: Und ich unterstelle das jetzt wird vor Ort Strukturen geben bessere Strukture geben um das zu sammeln.
00:37:12: damit grabt ihr euch schon dann irgendwie perspektivisch des Geschäftsmodells ab was noch keine Frage ist weil ich genau diese Parallelität gerade gedanklich verfolgt habe.
00:37:19: auf der einen Seite wäre es gutes staatlich zu regulieren oder gesetzlich zu regulieren, ist vielleicht besser.
00:37:23: Um mehr Druck draufzukriegen und zeitgleich macht das Druck auf das Geschäftsmodell wenn weniger Mühe produziert wird.
00:37:29: Aber was meinst du mit besseren Strukturen vor Ort?
00:37:31: Wir sind ja gerade die einzigen, die Strukture aufbauen... Also im besten Fall sind wir dann auch Lieferant für das, was angefragt wird.
00:37:41: Ja klar!
00:37:43: Trotzdem seid ihr First Mover.
00:37:45: Und jetzt müssen nur einheimisch auf die Idee kommen Was sehr total
00:37:50: gut wäre.
00:37:51: Ja, und ich muss auch ... Es war auch wenn wir mit unseren Gesellschaften sprechen, wie haben die Organisation gegründet um ein Problem zu lösen?
00:38:00: Und wenn wir uns irgendwann obsolet machen hey Glückwunsch!
00:38:04: Dann haben wir alle Energie und ...
00:38:06: Da wollte ich durch die Blume hin.
00:38:07: Ja genau da bin ich sind wir da und werden wieder hinkommen.
00:38:12: Hab ich jetzt gerade auch mit den Prognosen Richtung Plastik-Neuproduktionen und alles, was wir grade so global sehen.
00:38:19: Habe ich meine Zweifel?
00:38:20: Gleichzeitig braucht es viel mehr Organisationen die das nachahmen.
00:38:24: Wichtig ist dass die Qualität einfach eine gute ist und dass dann gewisse Standards etabliert werden.
00:38:28: der Markt ist noch relativ jung.
00:38:30: im Idealfall Definitionen Minimum Requirements keine Kinderarbeit diese ganzen Standards sie und das ist dann schon interessant, eben international gesetzt werden.
00:38:41: Und dann in die einzelnen Länder reingetragen werden.
00:38:43: Das ist auch gut so damit einfach ... ja, damit's am Ende einen fairen Wettbewerb geben kann.
00:38:49: Ihr seid
00:38:50: irgendwie hybrid aufgebaut zwischen non-profit und for profit?
00:38:52: Ja, hybrid!
00:38:54: Irgendwie vermengt ihr beides miteinander?
00:38:56: Kannst du das kurz erklären?
00:38:57: Gerne.
00:38:57: Wir haben damals gestartet mit einem Verein dem damaligen Pacific Garbage Screening.
00:39:02: Auch da war der Fokus eher noch auf den Pazifik und den Müllstrudel.
00:39:08: Und aus dem Verein heraus haben wir eine GmbH gegründet und haben aber immer gesagt, wir kommen mal aus einem Verein.
00:39:14: Wir wollen uns ungern irgendwann einmal den Vorwurf anhören müssen, dass wir uns privat die Taschen voll machen aufgrund von einer Vereinsidee.
00:39:21: Dann haben wir gesagt, dann gründen wir eine gemeinnützige GmbHA als Muttergesellschaft.
00:39:25: Die Hauptanthaltseignerin ist der GmbHa.
00:39:27: Das heißt wenn wir Gewinne erwirtschaften in der GmHa... Und die ausgeschüttelt werden, fließen sie irgendwann in die Gemeinnützigkeit zurück.
00:39:35: Würdest du's wieder so machen?
00:39:36: Nee, ich war ... Ich find den Gedanken immer noch richtig, was ich damals unterschätzt hab und deswegen wäre meine Frage wahrscheinlich nein ist zum einen dass sich oder wir als Gründerinnen nicht weniger arbeiten als Grunder, die eine komplett for-profit Organisation bauen und irgendwann mal ein Multimillionen-Exit machen.
00:39:57: Nicht das es übergeordnete Ziel ist aber Bonus oder ein Benefit dessen, was man da aufbaut und der fällt bei uns ja weitestgehend weg mit der Entscheidung.
00:40:05: Und ja das würde ich auf jeden Fall nochmal überdenken.
00:40:10: Ich teile das.
00:40:11: also.
00:40:11: ich weiß auch dass die Frage ist nicht so super einfach zu beantworten weil er immer zwei unterschiedliche Perspektiven mitschwingt.
00:40:18: aber ich teile es total und
00:40:20: muss vielleicht noch ergänzend wir haben ja fundraising gemacht.
00:40:23: Interessanterweise wird einem das auch eher zum Nachteil ausgelegt, also dann heißt es ja gut du hältst nur noch x prozent an der Firma und nicht.
00:40:30: Fünfzig oder drein-dreißig wie so in typischen Gründergründung Szenarien ist.
00:40:36: damit ist dein Commitment auch ein kleineres.
00:40:38: Und da muss ich halt sagen wir haben wegen eines Commitments angefangen, ein Thema anzupacken auf das keiner Bock hat.
00:40:46: Also bei uns muss niemand an Commitment wird an allerletzter Stelle gezweifelt.
00:40:50: aber das natürlich in einem WC oder einem Geldgeber dann entsprechend zu verkaufen ist noch mal eine andere Sache.
00:40:56: Mein vorletzte Frage für dich wenn ich dir einen Koffer mit einer Million Euro auf den Tisch stellen würde was würdest du damit machen?
00:41:02: Also eine Millionen Euro bedeutet bei uns eine Million Kilogramm Milg gesammelt.
00:41:06: Ein Euro, ein Kilo... Das würde ich vorantreiben nachdem das ja auch bei uns Effizienzen zu einer besseren Kostenstruktur führt, könnten wir wahrscheinlich drüber sprechen.
00:41:16: Ob wir nicht noch ein bisschen mehr sammeln können für die einen Million Euro?
00:41:20: Nee, aber im Ernst, wir würden einfach das machen, was wir jetzt machen nur viel schneller und viel größer.
00:41:24: Das ist bei uns wirklich ... Und es ist echt wichtig zu verstehen.
00:41:28: Auch da wieder haben natürlich jahrelange Erfahrungen in dem, was Wir machen.
00:41:32: Wir wissen, was funktioniert.
00:41:33: Wir sind in herausfordernden Märkten präsent.
00:41:37: Wir bauen, wachsen.
00:41:39: Wir könnten viel, viel mehr machen wenn wir einfach mehr Funding hätten.
00:41:43: Und da geht es natürlich um Akzeptanz von Unternehmen für das Produkt Plastic Credits.
00:41:49: Es liegt auch an uns wie gut wir im Sales sind, wie gut wem Marketing sind als Organisationen.
00:41:53: aber wenn wir wollen auch wieder gesellschaftlich gesehen dass sich was verändert ja dann müssen wir zwangsläufig Geld in die Hand nehmen.
00:41:59: und es gibt neben EverWave noch ein paar andere wirklich gute Organisationen die das vorantreiben und da weiß ich Gut angelegt ist.
00:42:08: Clemens,
00:42:09: ich danke dir für dieses wirklich schöne Interview.
00:42:11: und meine letzte Frage für dich.
00:42:13: Mit welchem Song möchtest du diesen Podcast beenden?
00:42:15: Brian
00:42:16: Fenn.
00:42:17: Sehr gut!
00:42:17: Dann danke ich dir für diese schöne Gespräche.
00:42:19: Danke dir, hat was gemacht.
00:43:56: So, ich glaube, ich habe nicht zu viel versprochen.
00:43:58: dieser Podcast mit Clemens is ein echter Deep Dive in das Thema Plastik und Gewässer.
00:44:03: Ich fand es mega inspirierend mich mit ihm auszutauschen Und da sind sicher die einen oder anderen Fragen offen geblieben, die man bei einem weiteren Gespräch irgendwann mal klären kann.
00:44:12: Ich danke dir, dass du mir deine Zeit geschenkt hast.
00:44:14: Dass du zugehört hast.
00:44:16: Erzähl ganz vielen Leuten von diesem Podcast und wenn du die Möglichkeit hast dann unterstütze unsere Arbeit mit einem kleinen Beitrag.
00:44:22: wir haben dafür eine Steady Page.
00:44:24: Es ist schon ein kleiner Beitrag hilft das wir unserer Arbeit hier weiter machen können.
00:44:27: Danke dir bis zum nächsten Mal.
Neuer Kommentar